65 Prozent gehen in Handel: Mehr Karten für Bayreuth im freien Verkauf

65 Prozent gehen in Handel : Mehr Karten für Bayreuth im freien Verkauf

Für die Bayreuther Festspiele wird es auf Drängen des Bundesrechnungshofs künftig mehr Karten im freien Verkauf geben. Wie Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) am Mittwoch nach Teilnehmerangaben vor dem Kulturausschuss des Bundestags ankündigte, werden dieses Jahr 65 statt wie bisher 40 Prozent der Karten frei verkäuflich sein.

In der Vergangenheit war der größere Teil der heißbegehrten Karten in sogenannten Kontingenten an langjährige Abnehmer gegangen. Diese Kontingente sollten zwar nicht ganz abgeschafft, aber reduziert werden, sagte Neumann den Angaben zufolge. Die Gesellschaft der Freunde von Bayreuth etwa bekommt weiter einen bestimmten Kartenanteil, weil ihre Spenden zur Stabilität der Festspiele-GmbH beitragen.

Für die möglichen Mängel in der Verwaltung der Festspiele sicherte der Staatsminister eine gründliche Aufklärung zu. Sollte es tatsächlich die berichteten Missstände geben, sei dies ein unhaltbarer Zustand. Der Verwaltungsrat werde sich am 14. März mit den Konsequenzen befassen.

Das Nachrichtenmagazin "Focus" hatte unter Bezug auf ein Prüfpapier des Bayerischen Obersten Rechnungshofs unter anderem berichtet, das Haus habe Krankenkassenbeiträge und Beiträge zur Versorgungskasse für Bühnenkünstler von insgesamt mehr als 260 000 Euro teils fast ein Jahr lang nicht bezahlt. Ein Sprecher erklärte daraufhin, die Mängel seien längst abgestellt.

Die Bayreuther Festspiele beginnen traditionell am 25. Juli. In diesem Jahr liegen für die gut 60 000 Plätze, die zu vergeben sind, weit mehr als 300.000 Bestellwünsche vor.

(dpa)