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Konzert der King's Singers in der Düsseldorfer Tonhalle

Vokalkonzert : King’s Singers sausten durch die Zeit

Ein umjubeltes Konzert gab das Vokal-Sextett in der bestens besuchten Tonhalle.

Man mag es kaum glauben – die „King’s Singers“, diese agile,  jugendlich wirkende „Boy Group“, feiert ihr 50-Jähriges! Natürlich sind längst Jüngere am Werk, doch wie in den früheren Zeiten des stets aus zwei Countertenören, einem Tenor, zwei Baritonstimmen und einem Bass bestehenden Ensembles fesseln der unverwechselbare Klang, die Präzision, die Klangschönheit, das dynamische Spektrum und nicht zuletzt der umwerfende Humor.

Das Crossover-Ensemble mit dem Engagement für neue Musik machte auf seiner Jubiläums-Tour auch in der sehr gut besuchten Tonhalle Station. Dem begeistert mitgehenden Publikum, das nicht nur die Gesangsdarbietung, sondern auch die ausgefeilte, informative und in gepflegtem Deutsch vorgetragene Moderation feierte, schenkten die britischen Gäste einen repräsentativen Querschnitt ihrer älteren und neueren Programme. Einem Gebet Heinrichs VI, der das King’s College gründete, schloss sich „We are“ von Bob Chilcott an, einem Komponisten, der zwölf Jahre lang Mitglied des Chores war. „Die Freuden der Renaissance“ waren mit Heinrich Isaac und Hans Leo Hassler vertreten, die „Romantik“ mit Reger und Brahms und das „Volkslied“ mit „Es dunkelt schon in der Heide“ und als Kabinettstückchen eine herrlich verfremdete Fassung mit Ausflügen in Mollregionen von „Auf einem Baum ein Kuckuck saß“.

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„The seasons of his mercies““ von R.R.Bennett, „Handmade proverbs““, eine Auftragskomposition des Japaners Töru Takemitsu, und weitere Beispiele zeigten den Einsatz der Sänger für komplizierte, wenn auch leichtfüßig wirkende zeitgenössische Musik.

In der „Zuckertüte“, am Schluss des Konzertes geöffnet, befanden sich nicht nur der „Kleine grüne Kaktus“ und weitere Highlights des Chores, sondern als Überraschung auch eine Ouvertüre: „Wilhelm Tell“ von Rossini – mit meisterlichen Instrumenten-Imitationen.

Riesiger Jubel,drei Zugaben.