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Keith Flint: Sänger von "The Prodigy" mit 49 Jahren gestorben - Band spricht von Selbstmord

Tod mit 49 Jahren : „The Prodigy“-Sänger Keith Flint ist tot

Keith Flint, Sänger der Rave-Gruppe „The Prodigy“, ist mit 49 Jahren gestorben. Entsprechende Berichte bestätigte die Band per Twitter. In den 90er-Jahren war die Gruppe mit Songs wie „Firestarter“ stilprägend für ein ganzes Musikgenre.

Keith Flint sei am Montagmorgen tot in seinem Haus in Dunmow (Großbritannien) aufgefunden worden, meldet die britische Zeitung „The Sun“ unter Berufung auf die Polizei.

Flints Band bestätigte den Tod des 49-Jährigen bei Facebook und bei Twitter. Sie seien sehr schockiert und traurig, schrieben die verbliebenen Bandmitglieder. Flint sei ein Pionier und musikalischer Wegbereiter gewesen.

Zur Todesursache gibt es noch keine genauen Angaben, heißt es beim „Guardian“. Die Polizei habe allerdings keine Anhaltspunkte für Fremdverschulden.

Die Band bestätigte in einer zweiten Instagram-Nachricht den Verdacht, dass es sich um Selbstmord handelt.

Prodigy-Sänger Keith Flint ist gestorben

In den 90er-Jahren waren „The Prodigy“ mit Songs wie „Firestarter“ stilprägend für ein ganzes Musikgenre. Mit Punk-Optik und Punk-Attitude setzte das Trio nicht auf Gitarre und Schlagzeug, sondern auf elektronische Musik mit schnellen Rhythmus-Samples. Breakbeat wurde das Ganze dann genannt.

Mit dazu gemischten verschiedenen Musikrichtungen machten „The Prodigy“ aggressivere elektronische Tanzmusik auf der ganzen Welt bekannt. Gedankt wurde es ihnen mit millionenfach gekauften Platten, entsprechenden Chartplatzierungen und ausverkauften Konzerten weltweit.

Auch der geschickte Einsatz von Musikvideos, die auf ihren oft düsteren und kampflustigen Klang abgestimmt waren, trug zum Erfolg bei. Einer ganzen Generation grub sich Keith Flint ins Gedächtnis mit seinem Auftritt als zappelnder, gepiercter und geschminkter „Firestarter“ mit grünen Haarstreifen. Das Video zu „Smack My Bitch Up“ gilt heute als Meilenstein, wurde damals aber etwa wegen Gewaltszenen mehr als kontrovers diskutiert und war schon alleine deshalb in aller Munde.

Flint selbst war lange bekannt für seine Drogen- und Alkohol-Eskapaden. Vor rund zehn Jahren gab er bekannt, dass er inzwischen abstinent lebe und Drogen abgeschworen habe.

Kreisen Ihre Gedanken darum, sich das Leben zu nehmen? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonnummern sind 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Goodbye, Mister Firestarter

(rls/felt/dpa)