Jazz-Gitarrist Jim Hall gestorben

Zusammenarbeit mit Paul Desmond und Bill Evans : Jazz-Gitarrist Jim Hall gestorben

Der renommierte Modern-Jazz-Gitarrist Jim Hall ist tot. Nach kurzer Krankheit sei er am Dienstagmorgen in seiner Wohnung im New Yorker Stadtteil Greenwich Village im Schlaf gestorben, teilte seine Frau Jane mit.

Hall erlangte vor allem für seine Aufnahmen mit Jazzgrößen wie den Saxofonisten Sonny Rollins und Paul Desmond sowie dem Pianisten Bill Evans und Jimmy Giuffre und dem Bassisten Ron Carter Bekanntheit.

Am liebsten trat der Gitarrist mit kleinen Formationen auf, seit den 1960er Jahren hatte er ein eigenes Trio. 2004 wurde ihm als erster Modern-Jazz-Gitarrist der Kulturpreis der staatlichen Stiftung National Endowment for the Arts zuerkannt.

Kritiker schätzten vor allem Halls sensibles, lyrisches und zugleich technisch ausgereiftes Spiel, das jüngere Gitarrenvirtuosen wie Pat Metheny und Bill Frisell stark beeinflusste.

Bis kurz vor seinem Tod hatte Hall Konzerte gegeben. Erst im vergangenen Monat spielte sein Trio im New Yorker Lincoln Center. Für Januar hatte er eine Duo-Tour in Japan mit dem Bassisten Ron Carter geplant. "Jim war einer der wichtigsten improvisierenden Gitarristen in der Jazzgeschichte", würdigte ihn Metheny.

(ap)
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