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Debbie Rowe verzichtet: Jacksons Mutter bekommt Sorgerecht für Kinder

Debbie Rowe verzichtet : Jacksons Mutter bekommt Sorgerecht für Kinder

Los Angeles (RPO). Das Tauziehen um das Sorgerecht der Kinder von Michael Jackson ist beendet. Jacksons Mutter Katherine werde das dauerhafte Sorgerecht für die drei Kinder übernehmen, teilten die Jackson-Familie und die leibliche Mutter der beiden ältesten Kinder, Debbie Rowe, mit.

Am kommenden Montag wird ein Gericht in Los Angeles über die Rechtmäßigkeit der Einigung entscheiden. Der 79-jährigen Katherine Jackson war bereits Ende Juni ein vorläufiges Sorgerecht für den zwölfjährigen Prince Michael, die elfjährige Paris und den siebenjährigen Prince Michael II. zugesprochen worden.

Rowe, die Mutter von Prince Michael und Paris, verzichte auf das Sorgerecht, erhalte aber ein Besuchsrecht, hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung der beiden Parteien. Demzufolge bekommt die ehemalige Krankenschwester des Popstars über die bereits in ihrem Ehevertrag mit dem Sänger vereinbarte Summe hinaus - Medienberichten zufolge 8,5 Millionen Dollar - kein Geld.

Der US-Fernsehsender NBC berichtete unter Berufung auf ungenannte Quellen, Prince Michael und Paris wüssten mittlerweile, dass Rowe ihre leiblich Mutter sei. Teil der Einigung zwischen Rowe und Katherine Jackson sei es, den Kindern nach dem Tod ihres Vaters den Aufbau einer Beziehung zu ihrer Mutter zu ermöglichen, mit der sie nie zusammengelebt haben. Ein Kinderpsychologe solle diesen Prozess überwachen. Prince Michael II. wurde von einer Leihmutter zur Welt gebracht, deren Identität nie bekannt gegeben wurde.

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Obduktionsbericht fehlt weiter

Der für kommende Woche erwartete Obduktionsbericht im Fall Michael Jackson wird bis auf weiteres nicht veröffentlicht. Es seien noch weitere Ermittlungen nötig, teilte das Büro des Gerichtsmediziners in Los Angeles am Donnerstag mit. Die Ergebnisse der Autopsie sollten eigentlich bereits in dieser Woche öffentlich gemacht werden, erst am Mittwoch hatte die Gerichtsmedizin den Termin auf kommende Woche verschoben.

Die Behörden gehen nach Angaben aus Ermittlerkreisen derzeit davon aus, dass das Narkosemittel Propofol zu seinem Tod führte. In den Ermittlungen wird der Sänger offiziell als Suchtkranker bezeichnet. In Durchsuchungsbefehlen für die Wohnung und das Büro von Jacksons Privatarzt Conrad Murray heißt es, die Behörden suchten nach Hinweisen auf Verstöße gegen Vorschriften, darunter "die Verordnung von Medikamenten an einen Abhängigen".

Michael Jackson war kurz vor seinem lange geplanten Comeback am 25. Juni in Los Angeles nach einem Herzstillstand gestorben. Die Ermittlungen zur Todesursache dauern an.

(AFP, AP/can)