Interview Phillip Boa „Ich prostituiere mich nicht“

Interview | Düsseldorf · Der 59-Jährige kommt am 17. Dezember zum „Lieblingsplatte“-Festival ins Zakk. In seinem ersten Interview seit drei Jahren spricht er über die Heldin seiner Tochter, seine Krise in den 2000er Jahren und konsequentes Verhalten gegenüber Plattenbossen.

 Phillip Boa tritt am 17. Dezember im Zakk auf.

Phillip Boa tritt am 17. Dezember im Zakk auf.

Foto: Rough Trade

Phillip Boa ist einer der großen Helden des deutschen Pop-Undergrounds. In den 1980er und -90er Jahren zeigte er auf Alben wie „Philister“, „Aristocracie“, „Copperfield“ und „Hispañola“, dass britischer Gitarrenpop auch in Dortmund entstehen kann. Boa gilt als kompromisslos, was seine Kunst und sein Auftreten gegenüber Medien betrifft. Der heute 59-Jährige kommt am 17. Dezember zum „Lieblingsplatte“-Festival ins Zakk. Boa wurde vom Veranstalter die Wahl gelassen, welches seiner Alben er aufführen möchte. Er entschied sich für „Helios“ aus dem Jahr 1991.

Warum haben Sie ausgerechnet „Helios“ gewählt?

Phillip Boa Sag ruhig Du. Erstmal vorab Entschuldigung, ich habe seit drei Jahren kein Interview gegeben. Ich bin völlig hilflos und überhaupt nicht geübt.

Wir sind ja unter uns.

Boa Die Zeiten haben sich geändert, und man muss verdammt vorsichtig sein, wie man sich äußert. Das macht keinen Spaß mehr. Ich mache es jetzt trotzdem. Die erste Frage war ja schon gut.