Roedelius: "Jardin au Fou"

Wichtigstes Reissue der letzten Zeit: Roedelius "Jardin au Fou" von 1979.<br />Neu aufgelegt wurde das zweite Soloalbum des Avantgardisten, Krautrock-Protagonisten, Cluster- und Harmonia-Mitgliedes und Eno-Session-Partners vom Label Bureau b aus Hamburg.

Dort erschienen kürzlich erst die Krautrock-Singles von La Düsseldorf und Harmonia neu.

Allerdings ist "Jardin au Fou" ("Garten des Narren") anders als die Vorgänger-Alben von Roedelius. Überhaupt nicht am Rhythmus orientiert, auch nicht ambient, sondern verspielt und minimalistisch. Der 1934 geborene Roedelius benutzt hier vor allem den Flügel für kurze Stücke, die manchmal wie Kinderlieder ohne Text wirken, dann wie Zirkusmusik ohne Rumptata und Walzer ohne Ballsaal.

Etwas angenehm Naives geht von dieser Musik aus, sie klingt friedlich. Höre ich oft.