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Großes Benefizkonzert am 6. November in Oberhausen: Grönemeyer wirbt um Aufmerksamkeit für Afrika

Großes Benefizkonzert am 6. November in Oberhausen : Grönemeyer wirbt um Aufmerksamkeit für Afrika

Berlin/Köln (rpo). Vergangene Woche war Herbert Grönemeyer in Afrika und hat u.a. den Kongo und Ruanda besucht - alles im Rahmen seines Engagements für das Projekt "Gemeinsam für Afrika". Am 6. November gibt der Sänger zusammen mit den Fantastischen Vier und den Massiven Tönen ein Benefizkonzert.

Der Sänger Herbert Grönemeyer ("Mensch") hat um mehr Aufmerksamkeit für den "vergessenen Kontinent" Afrika geworben. Die Entwicklungshilfe dürfe nicht vernachlässigt werden, warnte Grönemeyer am Mittwoch in Berlin. "Ansonsten wäre es so, als hätte man angefangen, ein Haus zu bauen und würde dann plötzlich die Handwerker abziehen." Unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Johannes Rau und mit Grönemeyer als Zugpferd starteten 26 deutsche Hilfsorganisationen die Aktion "Gemeinsam für Afrika". Mit den Fantastischen Vier und der Gruppe Massive Töne will der Sänger am 6. November ein Benefiz-Konzert in Oberhausen geben. An den drei Folgetagen sind bundesweite Aktionstage geplant.

Für die Kampagne haben sich unter anderem Ärzte ohne Grenzen, CARE, Caritas international, die Deutsche Welthungerhilfe, der Malteser Hilfsdienst, Misereor, terre des hommes, UNICEF, die ARD und der "Stern" zusammengeschlossen. Spenden können auf das Konto 400 400 "Gemeinsam für Afrika" bei der DiBa-Bank (BLZ 500 105 17) überwiesen werden. Unter der Nummer 01805-8008 ist eine Spendenhotline geschaltet. Hauptsächlich soll das Geld zur Unterstützung von Flüchtlingen sowie für AIDS- und Bildungsprojekte verwendet werden.

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Als Botschafter der Aktion war Grönemeyer in der vergangenen Woche unter anderem in den Kongo und nach Ruanda gereist und hatte dort Hilfsprojekte besucht. "Ich war eine Woche dort, aber die Eindrücke reichen für einen Monat", sagte der Künstler. Besonders beeindruckt hätten ihn der Lebensmut und Aufbauwille der Menschen. "Angesichts der Probleme, die die Leute dort haben, muss man sich schon fragen, womit wir eigentlich tagtäglich hadern."

Die "stille Katastrophe" in Afrika ist angesichts des Kampfes gegen den internationalen Terrorismus nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks UNICEF in Vergessenheit geraten.