Grammys 2017 - Adele und David Bowie sahnen die meisten Awards ab

Bester Song, bestes Album : Adele triumphiert bei den Grammys

Die Siegerin des Abends heißt Adele. Ihr Welthit "Hello" sowie ihr Album "25" wurden mit ingesamt fünf Trophäen ausgezeichnet. Auch Sänger David Bowie erhielt posthum fünf Preise für seine musikalischen Leistungen im vergangenen Jahr.

Bester Song, beste Aufnahme, bestes Album, bestes Pop-Gesangsalbum und beste Pop-Solodarbietung: Die britische Sängerin Adele hat am Sonntagabend bei der 59. Grammy-Verleihung in Los Angeles abgesahnt. Rockstar David Bowie wurde posthum ausgezeichnet - ebenfalls in fünf Kategorien. Bowie starb am 10. Januar vergangenen Jahres. Die Veranstaltung brillierte zudem mit starken musikalischen Auftritten — etwa von Beyoncé - und einigen politischen Statements.

Bowie setzte sich in den Kategorien Bester Rock-Song, bestes Alternative-Album, beste Rock-Darbietung, beste Produktion eines nicht-klassischen Albums und beste Verpackung und Booklet durch. "Ich bin sehr glücklich für ihn, seine Familie und seine Fans", sagte Saxofonist Donny McCaslin, der drei Auszeichnungen für Bowie annahm. "So wie bei allen unseren Musikhelden wird seine Musik für immer leben", betonte Sängerin Katharine McPhee, die die Kategorie Bester Rock-Song präsentierte und den Preis anschließend für ihn akzeptierte.

Auch Chance The Rapper war erfolgreich. Der Preis des besten Newcomers ging an ihn, ebenso der für die beste Rap-Darbietung ("No Problem") und bestes Rap-Album ("Coloring Book"). Konkurrent Drake setzte sich in den Kategorien bester Rap-Song und beste Rap/Gesangsdarbietung mit "Hotline Bling" durch.

Adele glänzte schon zu Beginn der Veranstaltung, als sie "Hello" präsentierte. Doch erlebte die 28-Jährige auch, wie schon im Vorjahr, eine Panne bei ihrem Gesangsauftritt — was sie sichtlich mitnahm. Adele sang zu Ehren des verstorbenen Popstars George Michael eine Version von dessen Hit "Fast Love", als sie plötzlich abbrach und zu fluchen begann. Ein Piepen während der TV-Übertragung übertönte ihren Ausbruch. Sie war mit ihrer eigenen Darbietung unzufrieden.

Die Sängerin entschuldigte sich für ihr Fluchen und sagte, sie wolle die Hommage "nicht verpfuschen". Dann sang die Britin den Song noch einmal von vorn und wurde anschließend stürmisch bejubelt. Doch schüttelte sie dabei unter Tränen verärgert den Kopf. Schon bei der vorherigen Grammy-Gala war Adeles Auftritt schief gegangen. Damals war eine Tonpanne schuld.

Bei der letzten Annahme eines Preises — bestes Album — weinte sie dann tatsächlich und sprach direkt Sängerin Beyoncé an, die in dieser ebenso wie in der Kategorie bester Song ihre Rivalin gewesen war. "Wir alle verdammt noch mal lieben dich", erklärte Adele während Beyoncé im Publikum lächelte.

Diese triumphierte auch ohne eben diese zwei Auszeichnungen: Bei einem Auftritt in goldenem Kleid und mit sichtbarem Babybauch setzte sie ein deutliches Zeichen für Frauen und Mütter. Zudem heimste sie Siege in den Kategorien bestes Urban-Contemporary-Album (für "Lemonade") und bestes Musikvideo (für "Formation") ein. Sie konnte damit nun schon insgesamt 22 Grammy-Auszeichnungen für sich verbuchen.

Politisch ging es unter anderem zu, als Busta Rhymes US-Präsident Donald Trump wiederholt "Präsident Agent Orange" nannte und dessen veranlasstes Einreiseverbot für Staatsbürger aus sieben islamischen Staaten als "Muslimverbot" bezeichnete.

Einen besonderen Auftritt hatte auch die 18 Jahre alte Tochter der verstorbenen Poplegende Michael Jackson, Paris. "Wir können diese Begeisterung hier wirklich bei einem Protest gegen eine Öl-Pipeline brauchen, Leute", sagte sie bei einer Moderation - vermutlich in Anspielung auf die umstrittene Ölleitung Dakota Access.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die Grammy-Gewinner 2019 in den wichtigsten Kategorien

(mro)
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