Grammy-Gewinner Dr. John stirbt im Alter von 77 Jahren

Im Alter von 77 Jahren : Grammy-Gewinner Dr. John stirbt an Herzinfarkt

Dr. John vermischte verschiedene Musikstile wie Jazz, Rock und Pop. Er gewann insgesamt sechs Grammys. Bereits 2017 sagte er einige Auftritte ab und wurde seitdem nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen.

Der einflussreiche Sänger und Grammy-Gewinner Dr. John („Right Place, Wrong Time“) ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Der Musiker aus New Orleans sei am frühen Donnerstagmorgen an einem Herzinfarkt gestorben, teilte seine Familie über den offiziellen Twitter-Account Dr. Johns mit.

Der Sänger, der es in die Rock and Roll Hall of Fame schaffte, wurde für seine Mischung aus verschiedenen Musikstilen wie Blues, Pop, Jazz oder Rock bekannt.

In seiner jahrzehntelangen Karriere gewann er mit seinem einzigartigen Stil insgesamt sechs Grammys. Seine Familie betonte in ihrer Stellungnahme seine tiefe Verbundenheit zur Stadt New Orleans. Details zur Beerdigung Dr. Johns, der mit bürgerlichem Namen Mac Rebennack hieß, würden bald bekanntgegeben.

Voodoo und okkulte Mystik faszinierten ihn. Seine gruseliges Debüt „Gris-Gris“ kombinierte R'n'B mit psychedelischem Rock und erschreckte Hörer mit unheimlichen Andeutungen von außerweltlicher Magie. Sein Song „Right Place, Wrong Time“ schaffte es unter die besten zehn in den Charts.

Als Teenager spielte Dr. John Gitarre und Keyboard in einer Reihe von Bands und machte das legendäre Studio Cosimo Matassa zu seiner zweiten Heimat. Nachdem er die Highschool verlassen hatte, widmete er sich ausschließlich der Musik.

Drogen und Kleinkriminalität waren ihm vertraut, sein Leben war rasant. Er spielte in Stripclubs, Auditorien, Raststätten und Hühnerställen. Als junger Mann saß er im Gefängnis. Bei einem Vorfall mit einer Schusswaffe 1961 in Jacksonville, Florida, verlor er seinen linken Ringfinger.

Er spielte mit seiner Band „The Grateful Dead“ in Martin Scorceses Dokumentation „The Last Waltz“, jammte auf dem Rolling-Stones-Album „Exile on Main Street“ und arbeite mit vielen anderen Künstlern zusammen, darunter Earl King, Van Morrison und James Booker.

Seit Ende 2017 wurde er nicht mehr häufig in der Öffentlichkeit gesehen. Damals sagte er einige Auftritte ab. Seine Pressesprecherin Karen Beninato hatte im vergangenen Jahr in einem Interview gesagt, er ruhe sich in seinem Haus in New Orleans aus. Die Familie dankte allen, „die seine einzigartige musikalische Reise begleitet“ hatten, und bat um Privatsphäre.

(jms/dpa)
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