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Grammy Awards: Daft Punk und Macklemore & Ryan Lewis räumen ab

Verleihung der Grammy Awards in Los Angeles : Daft Punk und Macklemore & Ryan Lewis räumen ab

Die Formation aus Frankreich, das US-Rap-Duo sowie der Hip-Hopper Pharrell Williams siegen jeweils in vier Kategorien. Auch die erst 17 Jahre alte Neuseeländerin Lorde darf sich über zwei Preise freuen. Zwei Auszeichnungen gingen nach Deutschland.

Die französische Elektronik-Formation Daft Punk und das Rap-Duo Macklemore & Ryan Lewis sind die großen Gewinner der diesjährigen Grammy Awards.

 Die 17 Jahre alte neuseeländische Sängerin Lorde wurde für ihren Hit "Royals" mit dem Grammy für den besten Song ausgezeichnet.
Die 17 Jahre alte neuseeländische Sängerin Lorde wurde für ihren Hit "Royals" mit dem Grammy für den besten Song ausgezeichnet. Foto: afp, KEVORK DJANSEZIAN

Daft Punk war bei der Verleihung des weltweit bedeutendsten Musikpreises am Sonntagabend in Los Angeles viermal erfolgreich, darunter in den beiden Hauptkategorien "Album des Jahres" für "Random Access Memories" und mit dem Song "Get Lucky" in "Aufnahme des Jahres".

 Macklemore & Ryan Lewis holten sich auch vier der begehrten Trophäen, darunter in der Hauptkategorien "Bester neuer Künstler".
Macklemore & Ryan Lewis holten sich auch vier der begehrten Trophäen, darunter in der Hauptkategorien "Bester neuer Künstler". Foto: afp, JOE KLAMAR

Macklemore & Ryan Lewis holten sich auch vier der begehrten Trophäen, darunter in der Hauptkategorien "Bester neuer Künstler", ebenso wie Pharrell Williams.

Die Grammys 2014 versammelten am Sonntag das Bestof der Musikbranche. Die Show, der Rote Teppich, hinter den Kulissen - ein Abend voller Hingucker. Dazu zählten unterem ein Hut, ein Nacktkleid, eine miesepertige Preisträgerin, eine Ölfrisur, eine Legende und ein musikalisches Donnerwetter. Die Highlights in Bildern.

Die 17 Jahre alte neuseeländische Sängerin Lorde wurde für ihren Hit "Royals" mit dem Grammy für den besten Song ausgezeichnet. Außerdem erhielt sie den Preis für die beste Pop-Solo-Performance. Drei Awards gingen an Justin Timberlake, allerdings in keiner der sogenannten Königskategorien.

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Macklemore & Ryan Lewis wurden zudem für das "Beste Debütalbum", den "Besten Rap-Song" und die "Beste Rap-Performance" geehrt. "Wow, jetzt stehen wir auf der Bühne", freute sich Macklemore, der bürgerlich Ben Haggerty heißt. "Ich will sagen, dass wir dieses Album ohne Plattenfirma gemacht haben, wir haben es unabhängig gemacht und wir danken für all die Unterstützung."

Jay Z neunmal nominiert

Der kanadische Sänger Michael Bublé holte den vierten Grammy seiner Karriere. Sänger Ziggy Marley gewann in der Kategorie Reggae. Preise gab es auch für Adele, Bruno Mars, Pharrell Williams, Rihanna, Imagine Dragons und Daft Punk. Rapper Jay Z hatte mit neun die meisten Nominierungen, ging aber weitgehend leer aus.

Gastgeber der 56. Grammy Awards war der Rapper LL Cool J. Auf dem Programm standen unter anderem Auftritte von Beyoncé, Madonna, Pink,, Metallica und Katy Perry.

Die meisten deutschen Nominierten gingen leer aus. Nur der Dirigent Christoph Eschenbach wurde mit dem NDR-Sinfonieorchester in der Sparte "Bestes klassisches Sammelprogramm" für die Aufnahme "Hindemith: Violinkonzert - Symphonic Metamorphosis - Konzertmusik" ausgezeichnet. Das Plattenlabel Deutsche Grammophon gewann einen Grammy für die beste Opernaufnahme.

Kraftwerk als Pioniere gefeiert

Die deutschen Elektro-Pioniere Kraftwerk gehörten zu den Künstlern, die in diesem Jahr einen Ehrengrammy für ihr Lebenswerk erhielten. Kraftwerk seien "eindeutig ihrer Zeit voraus" gewesen, hieß es in der bereits im Dezember veröffentlichten Erklärung der Recording Academy, die hinter den US-Musikpreisen steht. Die Gruppe habe mit industriellen Klängen experimentiert und daraus "minimalistisch-robotische Popmelodien" komponiert. Als das erste Album mit dem Titel "Kraftwerk" 1971 auf den Markt kam, sei die Band einzigartig gewesen. Mit ihrem Stil hätten Kraftwerk Künstler wie Björk, Blondie, David Bowie, Daft Punk und Depeche Mode inspiriert.

Die Grammys werden seit 1959 von der National Academy of Recording Arts and Sciences vergeben, dem Verband der Musikindustrie. Geehrt werden Sänger, Komponisten, Musiker und Produzenten in derzeit rund 80 Kategorien. Die Bedeutung des Preises ist mit dem Oscar in der Filmindustrie vergleichbar.

(ap)