Eurovision Song Contest 2024 Schweiz gewinnt ESC – Isaak erreicht Platz 12

Update | Malmö · Endlich ist es wieder soweit. Der Eurovision Song Contest wird im schwedischen Malmö ausgetragen. Wir begleiten den Contest und halten Sie mit allen News zum Musikwettbewerb auf dem Laufenden.

ESC 2024 in Malmö: Fotos der schönsten Momente
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Die schönsten Momente des ESC 2024

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Foto: dpa/Jens Büttner

+++ Nemo gewinnt nach spannendem Wettbewerb +++

Nun ist es raus: Die Schweiz gewinnt den Eurovision Song Contest 2024. Im Finale in der Nacht zu Sonntag konnte sich Nemo mit dem Lied „The Code“ knapp vor Kroatien durchsetzen. Nemo holte mit deutlichem Abstand die meisten Punkte bei der Jury-Wertung, was der Schweiz den Sieg bescherte. Nemo kam auf insgesamt 591 Punkte. Dem Favoriten Baby Lasagna aus Kroatien reichten die meisten Stimmen bei der Publikumsabstimmung nicht, er holte insgesamt 547 Punkte. Deutschlands Musiker Isaak wurde mit seinem „Always On The Run“ Zwölfter. Alle Platzierungen und Punktzahlen finden Sie hier.

+++ Niederlande reichen Beschwerde gegen Ausschluss ein +++

Der niederländische öffentlich-rechtliche Rundfunk (NPO) hat nach dem Ausschluss des niederländischen Kandidaten Joost Klein von ESC eine offizielle Beschwerde bei der Europäischen Rundfunkunion (EBU) eingereicht. Dies geschah kurz vor dem Start des Finales am Samstagabend auch im Namen des teilnehmenden niederländischen TV-Senders Avrotrots, wie niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete.

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Foto: dpa/Jens Büttner

Die EBU hatte den niederländischen Kandidaten am Samstag nach einem Vorfall am Donnerstag, zu dem die Polizei ermittelt, von dem Song Contest ausgeschlossen. Joost Klein äußerte sich zu dem Geschehen öffentlich zunächst nicht. Während des Songcontests teilte er auf seinem Instagram-Account allerdings einen Tierfilm mit Hunden, die wild herumspringen.

+++ Israel bekommt 325 Punkte vom Publikum +++

Nach der Jury-Wertung war Israel nicht in den Top Ten. Doch das Publikum katapultierte das Land an die Spitze. Kurz danach wird es erst von der Ukraine, dann von Kroatien überholt. Deutschland steht gerade auf Platz 12.

ESC: Diese Plätze belegte Deutschland in den letzten Jahren
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So schnitt Deutschland beim ESC in den letzten Jahren ab

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Foto: AFP/JESSICA GOW/TT

+++ Jury-Punkte sind vergeben +++

Nachdem alle 37 Länder-Jurys ihre Punkte vergeben haben, liegt Deutschland in den Top Ten - auf Platz 10. An der Spitze liegen sind die Schweiz, Frankreich und Kroatien. Nun folgen die Ergebnisse des Tele-Votings aus dem Publikum.

+++ Nach gut der Hälfte der Jury-Wertungen liegt Nemo in Führung +++

Die Teilnehmerländer des ESC haben Jurys beauftragt, die Gesangsleistung der Acts zu beurteilen. Nach der Stimmabgabe von 20 Ländern Länder liegt Nemo aus der Schweiz in Führung, gefolgt von Frankreich und Italien. Deutschland ist zwar nicht auf einem der Spitzenplätze, hat aber schon mehr Punkte eingesammelt als in den letzten vier Jahren zusammen.

+++ „Stop Voting Now“ - Abstimmung ist vorbei +++

Nach einem Countdown kündigen die Gastgeberinnen beim ESC nun die Jurys der teilnehmenden Länder an. Das Publikums-Voting wird erst danach präsentiert. Das ist einer der Gründe, warum der Eurovisions-Abend so lange dauert.

Gleich am Anfang gibt es sieben Punkte für Deutschland. Als Israel mit der Punktevergabe dran ist, gibt es erneut Buhrufe und Pfiffe. Israel gibt Luxemburg die Höchstzahl von 12 Punkten.

+++ Großes Tribut an ABBA beim Warten auf die Abstimmung +++

Die Musiker der schwedischen Legende Abba unterhalten das Publikum zunächst mit Frotzeleien - allerdings nur in KI-generierter Form, die in London eine ganze Show auf die Bühne stellt. In Malmö singen statt der echten Abba dann die ESC-Siegerinnen Carola (1992), Charlotte Perelli (1999) und Conchita Wurst (Siegerin vor 10 Jahren für Österreich) den Hit „Waterloo“ und huldigten damit dem ESC-Sieg der schwedischen Band Abba vor 50 Jahren im südenglischen Brighton.

+++ Kroatien bringt das ESC-Publikum zum Gröhlen +++

„Der Refrain könnte auch von den Toten Hosen sein“, sagt Thorsten Schorn über Baby Lasagna. Die mit Häkelhauben geschmückten Kroaten brachten das Publikum zum Gröhlen.

+++ Punkte-Ansagerin aus Norwegen ausgestiegen +++

Am Abend wurde bekannt, dass kurz vor dem Finale eine Punkteansagerin für eine kleine Krise gesorgt hatte. Wenige Stunden vor dem Finale des Eurovision Song Contest hat die Punkteansagerin aus Norwegen, die Sängerin Alessandra Mele, einen Rückzieher gemacht. Als Begründung nannte sie Israels Vorgehen im Gazastreifen.

Die Sängerin, die auch italienische Wurzeln hat, hatte voriges Jahr „mit Queen of Kings“ für Norwegen den fünften Platz beim ESC erreicht. Als Punkte-Ansagerin sollte die Moderatorin Ingvild Helljesen vom Sender NRK für Mele einspringen.

+++ Nicht nur Kostüme, sondern auch Fahnen im Fokus beim ESC +++

Die diesjährigen Kostüme erinnern zuweilen an Fabelwesen, vom blauen Schlumpf bis zum Dämon. Zu Beginn des Finales gab es zudem auf der Bühne eine symbolische Abweichung von der Show: Irlands Act Bambie Thug trug die Flagge des Landes nicht wie üblich als Cape, sondern als Kleid am Körper. Bambie Thug hatte als Protest gegen die Politik Israels ursprünglich Forderungen nach Waffenstillstand aufgemalt auf dem eigenen Körper tragen wollen, hatte dies auf Druck der Veranstalter jedoch verworfen.

Bei der Flaggenparade trug der Schweizer Act Nemo zwar auf dem Rücken die Flagge des Landes - präsent vor der Brust jedoch die non-binäre Flagge. Nemo selbst identifiziert sich als nicht-binär, also weder als Mann noch als Frau.

+++ Fast schon Halbzeit im ESC-Finale +++

Inzwischen sind die Musiker von elf Ländern aufgetreten - bis zur Startnummer 12, Griechenland. Marina Satti stellt bei ihrem Song „Zari“ die wohl höchste Stimme des diesjährigen Wettbewerbs zur Schau.

Beim Vortragen ihres Liedes „Hurricane“ musste die israelische Sängerin Eden Golan (20) zuvor zahlreiche Pfiffe und laute Buhrufe über sich ergehen lassen, gleichzeitig mit Jubel. Einige verließen aus Protest während des Auftritts die Halle. Unruhe erfasste kurz den Saal.

+++ Isaak singt „Always On The Run“ +++

Auf Startnummer Drei geht Isaak mit seinem Song „Always On The Run“für Deutschland ins Rennen. Weil die ESC-Regeln keine Kraftausdrücke zulassen, ließ der Sänger das Wort „shit“ aus, und seine Show ging ohne Patzer, ohne Choreographie und mit viel Feuer über die Bühne. „Das hat gesessen“ sagt Thorsten Schorn zu dem Auftritt. Angesichts der brennenen Tonne und weiterer Feuereinsätze prophezeit der Moderator, dieser CO2-Ausstoß würde Deutschland wohl einen autofreien Sonntag einbringen.

+++ Telefonleitungen zur ESC-Abstimmung sind offen +++

Zuschauerinnen und Zuschauer können per Anruf, SMS und mit einer App (mit) abstimmen, außerdem gibt es eine Jury-Wertung. Die Siegerin oder der Sieger wird erst gegen 1 Uhr Sonntagfrüh feststehen.

+++ Das ESC-Finale hat begonnen +++

Zur Einstimmung ins Finale gibt es Bilder von Polarlichtern. Das Grußwort zum Eurovision Song Contest spricht die schwedische Kornprinzession Victoria. Vor der traditionellen Flaggenparade gibt Björn Skifs seinen Hit „Hooked on a Feeling“ von 1974 zum Besten. Zur Flaggenparade sagt Moderator Thorsten Schorn: „So müsste mal die Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele inszeniert sein.“

Und zu welchem Song treten die schwedischen Moderatorinnen auf die Bühne? Natürlich zu Abbas „The Winner Takes it all“.

Nach dem Ausschluss des niederländischen Beitrags sind noch 25 Länder im ESC-Finale dabei. Deutschland ist mit dem Sänger Isaak und dem Lied „Always On The Run“ vertreten. Deutschland tritt in diesem Jahr auf Startnummer 3 an. Als Kommentator für das deutsche Fernsehen führt 2024 erstmals Thorsten Schorn durch den Final-Abend. Er tritt die Nachfolge von Peter Urban an, der 25 Jahre lang das deutsche Publikum durch den ESC gelotst hatte. Das Erste und der Spartensender One übertragen das Spektakel seit 21.00 Uhr.

Gerangel und „Shame on you“ vor der Arena

Vor dem Finale des ESC ist es direkt vor der Malmö Arena zu lautstarken Protesten gekommen. Pro-palästinensische Demonstranten riefen den Zuschauern beim Reingehen in die Halle „Shame on you“ - schämt euch - entgegen, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Zwischenzeitlich kam es auch immer wieder zum Gerangel zwischen Demonstranten und der Polizei. Einen Versuch einiger Demonstranten, bis zum Sicherheitsbereich am Vorplatz der Arena vorzudringen und diesen zu durchbrechen, konnte die Polizei verhindern.

+++ Friedliche Demo in Malmö vor dem ESC-Finale +++

In Malmö haben sich erneut Tausende Menschen auf den Straßen versammelt, um gegen die Teilnahme Israels beim Eurovision Song Contest zu demonstrieren. Diesmal seien es jedoch deutlich weniger gewesen als erwartet, hieß es am Samstag von der Polizei. Etwa 6000 bis 8000 Teilnehmer schätzten die Einsatzkräfte, seien bei der Demonstration vom Netzwerk „Stop Israel“ gewesen. Die Organisatoren hatten auf etwa 20.000 Teilnehmende gehofft. Mit palästinensischen Flaggen und Schildern zogen sie durch die Straßen. Ähnlich wie am Donnerstag verlief die Versammlung nach Angaben der Polizei friedlich und reibungslos.

Die Organisatoren der Veranstaltung pochen darauf, Politik habe beim ESC keinen Platz. Der israelische Außenminister Israel Katz meldet sich dennoch kurz vor dem Beginn des Finales zu Wort: „Eden stellt sich stolz enormem Hass und Antisemitismus entgegen“, schrieb Katz auf der Plattform X. „Heute zeigen wir allen Hassern, wer vorangeht.“

In der deutschen TV-Übertragung kommt indessen das „Wort zum Sonntag“, und eine Pfarrerin spricht von der „himmlischen Kraft“ der Musik für jede Seele, „aber auch für Europa“. Wie viel Kraft Musik habe, zeige sich auch an den politischen Protesten und Debatten rund um den ESC.

+++ Isaak äußert sich vor dem Finale +++

In einer guten halben Stunde geht es los mit dem Finale des ESC. Für Deutschland wird dabei Isaak antreten. Der sagt zu seiner Teilnahme; „In erster Linie mache ich das nicht für Deutschland. In erster Linie mache ich das für mich.“

In der TV-Vorberichterstattung sagt indes Moderatorin Barbara Schöneberger, was sie an Isaak schätzt: seine Sicherheit. Als Straßenmusiker sei er bestens vorbereitet, meint Schöneberger.

+++ 11. Mai ++++

In Malmö haben sich erneut Tausende Menschen auf den Straßen versammelt, um gegen die Teilnahme Israels beim ESC zu demonstrieren. Diesmal seien es jedoch deutlich weniger gewesen als erwartet, hieß es von der Polizei. Etwa 6000 bis 8000 Teilnehmer schätzten die Einsatzkräfte, seien bei der Demonstration vom Netzwerk „Stop Israel“ gewesen. Mit palästinensischen Flaggen und Schildern zogen sie durch die Straßen.

+++ 11. Mai +++

Der Vorfall, der zum Ausschluss des niederländischen Kandidaten Joost Klein vom Eurovision Song Contest (ESC) geführt hat, hängt nach Angaben des niederländischen Fernsehsenders Avrotros damit zusammen, dass Joost sich mit bedrohlichen Gesten gegen Filmaufnahmen wehrte. „Nach dem Auftritt am vergangenen Donnerstag kam es zu einem Zwischenfall. Entgegen klar getroffener Absprachen wurde Joost gefilmt, als er gerade von der Bühne kam und in den Greenroom eilen musste“, teilte Avrotros am Samstagabend mit. „In diesem Moment gab Joost wiederholt zu verstehen, dass er nicht gefilmt werden wolle. Dies wurde nicht beherzigt. Dies führte dazu, dass Joost eine bedrohliche Bewegung in Richtung der Kamera machte.“ Nach Darstellung des TV-Senders hat Joost die Kamerafrau dabei nicht berührt. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig geprüft werden.

Die schwedische Polizei und die EBU bestätigten am Samstag, dass eine Frau aus dem Produktionsteam eine Beschwerde gegen den Niederländer bei den Behörden eingelegt habe. Die EBU erklärte, solange die polizeiliche Aufarbeitung des Falls laufe, wäre es nicht angemessen, dass Klein am Wettbewerb teilnehmen dürfe.

Der Sprecher der Polizei von Malmö, Pelle Vamstad, sagte der Nachrichtenagentur AFP zu den Vorwürfen gegen Klein, „die Polizei ermittelt wegen Einschüchterung. Die Straftat wurde am Donnerstagabend in der Malmö-Arena begangen.“ Der Verdächtige sei angehört worden. „Er befindet sich nicht in Haft.“

+++ 11. Mai +++

Der niederländische Kandidat für den Eurovision Song Contest, Joost Klein, ist offiziell vom Wettbewerb ausgeschlossen worden. Das teilte die Europäische Rundfunkunion am Samstagmittag mit. Grund dafür seien Polizeiermittlungen im Kontext eines Zwischenfalls nach dem Halbfinal-Auftritt Kleins am Donnerstagabend.

Die Veranstalter ziehen für den Ablauf des Finales Konsequenzen. „Alle Teilnehmer behalten ihre Nummer in der offiziellen Startreihenfolge. Es wird kein Lied an Position 5 geben“, teilte die Europäische Rundfunkunion (EBU) am Samstag mit. Bei der anstehenden Zuschauer-Abstimmung am Abend des Finales werden die Niederlande keine Punkte erhalten können. Was Sie zum neuen Ablauf wissen müssen, haben wir hier zusammengefasst.

+++ 11. Mai +++

Wenige Stunden vor dem Finale hat die norwegische Punkte-Ansagerin einen Rückzieher gemacht. Die Sängerin Alessandra Mele begründete den Schritt am Samstag in einem Video bei Instagram mit dem israelischen Vorgehen im Gazastreifen. „Derzeit findet ein Genozid statt“, sagte die 21-Jährige und rief dazu auf, sich von „Liebe zur Wahrheit“ führen zu lassen. Das ESC-Motto „United by Music“ (Deutsch: Vereint durch Musik) stimme mit ihrer Motivation, Musik zu machen, überein, sagte Mele. „Aber derzeit sind diese Worte nur leere Worte.“

+++ 10. Mai +++

Nach einem nicht näher benannten Vorfall bleibt die Teilnahme der Niederlande am Finale des Eurovision Song Contest weiter offen. Die Hintergründe des Vorfalls sind unklar. Der Niederländer hatte nach dem zweiten Halbfinale am Donnerstagabend bei der Pressekonferenz während einer Frage an Israels Starterin Eden Golan dazwischen gesprochen und sich demonstrativ eine Flagge über den Kopf gezogen, was beides als respektlos gewertet wurde. Schwedischen Medienberichten zufolge soll es nach dem Halbfinale zu einer handgreiflichen Attacke von Joost Klein gekommen sein, um diese Attacke soll es bei der Prüfung gehen.

+++ 10. Mai +++

Von engelsgleichem Gesang bis Gegröle: Der ESC ist auch in diesem Jahr Zirkus und Großraumdisco. Über welche Auftritte man Samstag reden wird. Wir stellen alle 26 Teilnehmer in der Startreihenfolge mit Interpreten, Titel und Kurzkommentar vor.

+++ 10. Mai +++

Am Tag vor dem ESC-Finale rangiert Isaak in den Wettbüros im Bereich um Platz 20 bei 26 Startern. Er wird am Samstagabend bereits als dritter Starter sein „Always on the run“ singen.

+++ 8. Mai +++

Nach dem Einzug ins Finale des Eurovision Song Contest (ESC) hat Bambie Thug aus Irland die Organisatoren kritisiert, weil sie auf der Änderung einer Körperbemalung bestanden hatten. Dabei ging es um ein Statement im Nahostkonflikt.

Wie sich Irlands Act Luft macht, können Sie hier nachlesen.

+++ 7. Mai +++

Nachdem Peter Urban 25 Jahre lang das deutsche Publikum durch den weltgrößten Gesangs-Wettbewerb geführt hatte, hat Deutschlands neuer ESC-Kommentator Thorsten Schorn zum Auftakt des Eurovision Song Contest 2024 in Malmö seinen Einstand gefeiert.

+++ 7. Mai +++

Nemo aus der Schweiz, mit seinem Song „The Code“ einer der Favoriten beim Eurovision Song Contest, freut sich über die starke queere Präsenz bei dem Musikwettbewerb. Nemo möchte nicht als „er“ oder „sie“ bezeichnet werden – der Grund.

+++ 4. Mai +++

Landet Deutschland wieder hinten? Siegt ein Spaß-Song? Holt eine non-binäre Person die Trophäe? Fragen und Antworten zum Eurovision Song Contest.

+++ 2. Mai +++

Die Veranstalter des Eurovision Songcontest behalten sich das Recht vor, palästinensische Flaggen bei der Musikveranstaltung zu entfernen. Das gelte für weitere Symbole, die dazu dienen könnten, das Programm zu instrumentalisieren. Mehr zu der Entscheidung der Veranstalter erfahren Sie hier. 

+++ 2. Mai +++

Vor dem ESC in Malmö hat Israels Nationaler Sicherheitsrat eine Reisewarnung für die schwedische Stadt verschärft. Das Risiko werde von 2 (potenzielle Bedrohung) auf 3 (mittlere Bedrohung) heraufgestuft, teilte der Rat am Donnerstag auf seiner Webseite mit. Israelis, die einen Besuch in Malmö planen, werde nahegelegt, dies noch einmal zu überdenken. Die Warnung gelte für die Zeit des ESC-Wettbewerbs vom 7. bis 11. Mai.

+++ 30. April +++

Die Hamburger Sängerin und Moderatorin Ina Müller („Inas Nacht“) wird beim Eurovision Song Contest im schwedischen Malmö die zwölf ESC-Punkte der deutschen Jury verkünden. Die 58-Jährige werde in diesem Jahr den berühmten Satz „12 points of the German Jury go to …“ sagen, teilte der Norddeutsche Rundfunk (NDR) am Dienstag in Hamburg mit. Dafür werde sie am 11. Mai abends von einem NDR-Studio in Hamburg-Lokstedt aus nach Malmö geschaltet. Die ehrenvolle Aufgabe wird der waschechten Norddeutschen damit bereits zum zweiten Mal zuteil. Schon 2011 - als der ESC nach dem Sieg von Lena Meyer-Landrut (Satellite, 32) in Deutschland ausgerichtet wurde und Aserbaidschan gewann - wurde sie zugeschaltet, um die Punkte bekannt geben zu können.

Die sympathische Quasselstrippe und Sängerin Ina Müller ist vor allem für ihre Late-Night-Show „Inas Nacht“ bekannt, die sie seit 2007 aus der kleinen Hamburger Kneipe „Zum Schellfischposten“ sendet.

+++ 30. April +++

Vor 50 Jahren hat die Gruppe „Abba“ mit „Waterloo“ in Brighton den ESC gewonnen. Am 9. Mai läuft um 22:25 Uhr die Doku: Abba – Die ganze Geschichte“, ab dem 2. Mai ist die Doku bereits in der ARD Mediathek abrufbar.

+++ 29. April +++

Rund zwei Wochen vor dem Eurovision Song Contest gibt es in Israel große Sorgen vor Antisemitismus gegenüber Sängerin Eden Golan und ihrem Team. Welche strengen Sicherheitsregeln für die Künstler und die israelischen Fans gelten, lesen Sie hier.

+++ 28. April +++

In wenigen Tagen singt das spanische Musik-Duo Nebulossa beim ESC sein Lied „Zorra“. In Spanien spaltet der Song das Land, sogar der Ministerpräsident meldet sich zu Wort. Wieso so hitzig über das Lied diskutiert wird, erfahren Sie hier.

+++ 9. April +++

Gut einen Monat vor dem ESC ist klar, wer Urgestein Peter Urban beerben wird. Manch ein Hörer kennt ihn vielleicht aus dem Radio und „Shopping Queen“-Fans werden seine Stimme auch wiedererkennen. Radiomoderator Thorsten Schorn wird im Mai für die ARD kommentieren. Alle Details gibt es hier.

+++ 8. April +++

Die Entertainer Jan Böhmermann und Olli Schulz werden dieses Jahr zum zweiten Mal als Kommentatoren beim Eurovision Song Contest in Erscheinung treten. „Das erste Gefühl, als wir aus der Kabine rausgekommen sind, war: „Alter, das machen wir nächstes Jahr wieder. Das ist so mega geil!““, sagte Böhmermann laut Mitteilung des österreichischen Radios FM4. Für diesen Sender wollen die zwei auch in Malmö wieder dabei sein. Man habe „wirklich richtig Glück gehabt“, so Schulz dazu. Am 11. Mai werden beide im Radio und im Videostream auf fm4.ORF.at auftreten. Böhmermann betonte: „Mein Respekt an alle Kommentatoren. Ganz ehrlich, wir wollen euch keine Konkurrenz machen. Es ist eher so eine Art Begleitprogramm.“

+++ 15. März +++

Bei Buchmachern laufen Wetten, welches Land beim Eurovision Song Contest 2023 am Samstag gewinnen wird. Dabei gibt es einen klaren Favoriten. Wer vorne liegt – und wie die deutschen Chancen eingeschätzt werden.

+++ 12. März +++

Ein paar kleine Regeländerungen sollen den Eurovision Song Contest in Malmö aufregender machen. Das teilten die schwedischen Ausrichter am Montag mit. Dabei geht es unter anderem um die Auftritte der fünf größten Geldgeber Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und Großbritannien und des Gastgebers. Was es mit der Regeländerungen auf sich hat und inwieweit sie den deutschen Kandidaten Isaak betreffen, erfahren Sie hier.

+++ 10. März +++

In zwei Monaten ist es so weit: Der Eurovision Song Contest 2024 findet am 11. Mai in Malmö statt. Wer sich für das Finale qualifiziert, steht noch nicht fest. Wir stellen Ihnen alle bisher bestätigten Künstler, die antreten werden, und ihre Songs vor.

Doch wer hat in diesem Jahr die besten Chancen? Ganz weit vorn wird in diesem Jahr Kroatien gesehen. Internationale Wettbüros schätzen die Chancen des Künstlers Baby Lasagna sehr hoch ein. Sein dynamischer Song „Rim Tim Tagi Dim“ ist geprägt von Energie, Unterhaltung und Eingängigkeit.

+++ 7. März +++

Israel hat im Streit um sein Lied für den diesjährigen Eurovision Song Contest nachgegeben – und darf nun doch an dem Wettbewerb teilnehmen. Die ESC-Organisatoren haben Israels überarbeiteten Song, dessen erste Version sie als zu politisch empfanden, genehmigt, wie der teilnehmende israelische Fernsehsender Kan sowie die Veranstalter am Donnerstag verkündeten. Wie der neue Titel des Liedes lautet und mehr zur Diskussion um den israelischen ESC-Beitrag lesen Sie hier.

+++ 28. Februar +++

Der Eurovision Song Contest duldet keine Schimpfwörter auf der Bühne. Deswegen muss der deutsche Teilnehmer Isaak seinen Text abändern. Um welchen Begriff es geht, erfahren Sie hier.

+++ 22. Februar +++

Der Song, mit dem die israelische Teilnehmerin Eden Golan im Mai beim Eurovision Song Contest antreten will, soll bereits Diskussionen ausgelöst haben. Die israelische Nachrichtenseite „ynet“ berichtete am Mittwoch, die Organisatoren hätten den Beitrag mit dem Titel „Oktoberregen“ als politisch eingestuft und erwögen deshalb seine Disqualifizierung. Der Song bezieht sich Medienberichten zufolge auf das Massaker der islamistischen Hamas in Israel am 7. Oktober, bei dem mehr als 1200 Menschen getötet worden sind.

+++ 16. Februar +++

Der deutsche Kandidat steht fest: Isaak Guderian, kurz Isaak, vertritt Deutschland beim Eurovision Song Contest 2024. Der 28-Jährige setzte sich am Freitagabend mit seinem Song „Always On The Run“ beim von der ARD übertragenen deutschen Vorentscheid gegen acht Mitbewerber durch. Der kraftvolle Popsong mit eingängigem Refrain überzeugte sowohl die Jurys als auch die Zuschauer. Isaak gewann knapp vor Max Mutzke, der bereits 2004 beim ESC-Finale in Istanbul den achten Platz belegte. Mehr zum deutschen ESC-Vorentscheid lesen Sie hier.

+++ 15. Februar +++

Israel darf dieses Jahr am Eurovision Song Contest teilnehmen – trotz Forderungen, das Land wegen des Krieges gegen die islamistische Palästinenserorganisation Hamas vom Wettbewerb auszuschließen. Die Europäische Rundfunkunion (EBU) erklärte am Donnerstag zur Begründung unter anderem, der ESC sei „eine unpolitische Musikveranstaltung“ und „kein Wettbewerb zwischen Regierungen“.

+++ 31. Januar 2024 +++

Mehr als 1000 schwedische Künstlerinnen und Künstler haben die Europäische Rundfunkunion (EBU) dazu aufgerufen, Israel vom diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) auszuschließen. Auch in anderen Ländern waren zuvor Stimmen laut geworden, Israel vom diesjährigen ESC auszuschließen. Das Land wurde vor allem wegen der Opfer unter der Zivilbevölkerung in Gaza kritisiert.

+++ 7. Juli +++

Das südschwedische Malmö richtet im kommenden Jahr den Eurovision Song Contest aus. Das gab der schwedische Rundfunksender SVT am Freitag bekannt. Das Finale des internationalen Musikwettbewerbs findet demnach am 11. Mai in der Malmö Arena statt, die beiden Halbfinals am 7. und 9. Mai.

+++ 13. Mai 2023 +++

Schweden hat erneut den Eurovision Song Contest (ESC) gewonnen: Sängerin Loreen holte mit ihrem Song „Tattoo“ die meisten Punkte von Jurys und Publikum. Für Loreen ist es bereits der zweite ESC-Sieg nach 2012.

ESC 2024: Diese Länder sind dabei
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Das sind die Teilnehmer des ESC 2024

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Foto: dpa/Andy Von Pip

Deutschland wurde erneut Letzter. Die Hamburger Band Lord of the Lost bekam für ihren Song „Blood & Glitter“ in der Nacht zum Sonntag bei dem Finale in Liverpool nur drei Jury-Punkte und ein schwaches Publikum-Ergebnis (15 Punkte). Bereits 2022 in Turin hatte Deutschland den letzten Platz belegt.

(peng/amro/zim/aku/mba/dpa/AFP)
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