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ESC 2022 heute: Teilnehmer, Deutschland, Livestream, TV-Übertragung & Gewinner

Länder, Chancen, Übertragung : So findet der Eurovision Song Contest 2022 statt

Auch in diesem Jahr findet der Eurovision Song Contest trotz der Corona-Pandemie statt. Wie das läuft, wann und wo er ausgetragen wird und viele weitere Infos haben wir hier zusammengestellt.

Wann ist der Eurovision Song Contest 2022?

2020 wurde der Eurovision Song Contest (ESC) wegen der Corona-Pandemie abgesagt, 2021 konnte er in Rotterdam stattfinden. In diesem Jahr richtet die italienische Stadt Turin den 66. ESC aus. Das Finale findet am Samstag, 14. Mai 2022, um 21 Uhr statt. Die zwei Halbfinals sind für den 10. und 12. Mai, jeweils um 21 Uhr, angesetzt.

Wo findet der ESC 2022 statt?

Der diesjährige Gastgeber ist Italien – dementsprechend findet der Wettbewerb dort statt. Nach 1965 in Neapel und 1991 in Rom richtet das Land zum dritten Mal den weltweit größten Musikwettbewerb aus. Veranstaltungsort wird das Pala Olimpico in Turin sein. 17 Städte und Regionen hatten sich um den Zuschlag beworben.

Wo kann man den ESC 2022 im TV und Stream schauen?

Die beiden Halbfinals (10. und 12. Mai) werden wie im Vorjahr vom ARD-Digitalsender One ab 21 Uhr übertragen. Das Finale läuft am Samstag, 14. Mai ab 21.00 Uhr live im Ersten und parallel auf dem ARD-Digitalsender One. Das Erste und One zeigen vor und nach dem Finale des ESC 2022 zudem einen Countdown um 20.15 Uhr und eine Aftershow mit Moderatorin Barbara Schöneberger ab ca. 00.50 Uhr.

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Wer tritt für Deutschland beim ESC 2022 an?

Deutschland wird beim diesjährigen Eurovision Song Contest von Malik Harris vertreten. Er gewann den TV-Vorentscheid „Germany 12 Points“ mit dem Song „Rockstars“ vor Emily Roberts mit „Soap“, Nico Soave & Team Liebe mit „Hallo Welt“, Eros Atomus mit „Alive“, Felicia Lu mit „Anxiety“ und Mael & Jonas mit „I Swear to God“. Moderiert wurde die Show von Barbara Schöneberger.

Der Sohn des ehemaligen Talkmasters Ricky Harris brachte im August 2021 sein erstes Solo-Album „Anonymous Colonist“ auf den Markt. Bereits mit den Singels „Say the Name“ (2018) und „Welcome to the Rumble“ (2019) war Harris erfolgreich.

2021 trat Jendrik Sigwart für Deutschland beim Eurovision Song Contest an. Mit seinem Song „I Don’t Feel Hate“ landete er im Finale auf dem vorletzten Platz. Nun sind wir gespannt, wie Harris beim ESC 2022 abscheiden wird.

Wer tritt sonst noch beim ESC 2022 an?

Insgesamt haben sich 41 Länder für den ESC angemeldet. Die Höchstgrenze liegt bei 44 – diese Teilnehmerzahl wurde allerdings noch nie erreicht. Montenegro ist nach zwei Jahren Pause wieder dabei, auch Armenien kehrt zum Wettbewerb zurück. Einige Länder, darunter die Türkei, Ungarn, Andorra, Luxemburg, Bosnien-Herzegowina, die Slowakei, Marokko und Monaco haben sich dazu entschieden, gar nicht erst anzutreten. Ein weiteres Land ist dieses Jahr nun ebenfalls nicht dabei: Russland. Die Europäische Rundfunkunion (EBU) hat das Land infolge seiner Invasion in die Ukraine vom diesjährigen Wettbewerb ausgeschlossen. Eine russische Teilnahme „könnte den Wettbewerb in Misskredit bringen“. Somit nehmen dieses Jahr 40 Länder am ESC in Turin teil. Folgende Künstler und Künstlerinnen treten mit folgenden Songs für die jeweiligen Länder an:

  • Albanien: Ronela Hajati - „Sekret“
  • Armenien: Rosa Linn - „Snap“
  • Aserbaidschan: Nadir Rustamli - „Fade To Black“
  • Australien: Sheldon Riley - „Not The Same“
  • Belgien: Jérémie Makiese - „Miss You“
  • Bulgarien: Intelligent Music Project - „Intention“
  • Dänemark: Reddi - „The Show“
  • Estland: Stefan - „Hope“
  • Finnland: The Rasmus - „Jezebel“
  • Frankreich: Alvan & Ahez - „Fulenn“
  • Georgien: Circus Mircus - „Lock Me In“
  • Griechenland: Amanda Tenfjord - „Die Together“
  • Großbritannien: Sam Ryder - „Space Man“
  • Irland: Brooke - „That`s Rich“
  • Island: Sigga, Beta & Elin - „Með hækkandi sól“
  • Israel: Michal Ben David - „I.M“
  • Italien: Mahmood & Blanco - „Brividi“
  • Kroatien: Mia Dimšić - „Guilty Pleasure“
  • Lettland: Citi Zēni - „Eat your Salad“
  • Litauen: Monika Liu - „Sentimentai“
  • Malta: Emma Muscat - „Out of Sight“
  • Moldau: Zdob și Zdub & Fraţii Advahov - "Trenuleţul"
  • Montenegro: Vladana - „Breathe“
  • Niederlande: S10 - „De Diepte“
  • Nordmazedonien: Andrea - „Circles“
  • Norwegen: Subwoolfer - „Give that Wolf a Banana“
  • Österreich: LUM!X & Pia Maria - „Halo“
  • Polen: Ochman - „River“
  • Portugal: Maro - „Saudade saudade“
  • Rumänien: WRS - „Llámame“
  • San Marino: Achille Lauro - „Stripper“
  • Schweden: Cornelia Jakobs - „Hold Me Closer“
  • Schweiz: Marius Bear - „Boys Do Cry“
  • Serbien: Konstrakta - „In corpore sano“
  • Slowenien: LPS - „Disko“
  • Spanien: Chanel - „SloMo“
  • Tschechische Republik: We Are Domi - „Lights Off“
  • Ukraine: Kalush Orchestra - „Stefania“
  • Zypern: Andromache - „Ela“

Wer moderiert den ESC 2022?

Die Popstars Mika und Laura Pausini werden den Eurovision Song Contest in Turin moderieren. Zusammen mit dem TV- und Radiomoderator Alessandro Cattelan sind die beiden die Gastgeber des Wettbewerbs. Beim traditionellen Musikfestival von Sanremo wurde das offiziell bestätigt, als die drei zusammen auf die Bühne kamen.

Wer gewinnt den ESC 2022?

Das wird sich beim Finale am 14. Mai zeigen. Um abschätzen zu können, welche Länder größere Chancen haben als andere, werfen ESC-Beobachtende einen Blick auf die „Erfolgsquoten“ der Länder – also wie oft sich ein Land für das Finale qualifiziert hat in Relation dazu, wie oft es am ESC teilgenommen hat. Dazu muss man wissen, dass einige Länder direkt fürs Finale qualifiziert sind, während sich der große Rest im Halbfinale beweisen muss. Direkt im Finale sind das Gastgeberland, in diesem Jahr also Italien, sowie die „Big Five“: Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und das Vereinigte Königreich. Dieses Sonderrecht wird von einigen Ländern kritisiert – denn der Hintergrund ist ein finanzieller: Die fünf Länder leisten den größten Beitrag zum Etat und haben deswegen ihren Platz im Finale schon vorab sicher.

Wer hat den ESC 2021 gewonnen?

Die italienische Band Måneskin gewann 2021 beim ESC in Rotterdam mit ihrem Song „Zitti e buoni“. Warum Italien der logische Gewinner des ESC 2021 war, Kostenpflichtiger Inhalt lesen Sie in diesem Kommentar.

Wann hat Deutschland den ESC gewonnen?

Der Erfolg Deutschlands beim ESC ist begrenzt – obwohl es seit 1956 und damit von Beginn des ESC an jedes Jahr teilgenommen hat, hat Deutschland den Wettbewerb bisher erst zweimal für sich entscheiden können: Zuletzt war das Lena mit „Satellite“ im Jahr 2010, und davor die Schlagersängerin Nicole mit „Ein bißchen Frieden“ (1982).

Hier geht es zur Infostrecke: Das sind die 40 Teilnehmer des ESC 2022