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ESC 2021 Rotterdam: Teilnehmer, Länder, Finale, TV-Übertragung, Livestream, Gewinner

Länder, Chancen, Übertragung : So findet der Eurovision Song Contest 2021 statt

In diesem Jahr findet der Musikwettbewerb trotz Corona-Pandemie statt. Wie das läuft, wann und wo er ausgetragen wird, wer für Deutschland antritt und viele weitere Infos haben wir hier zusammengestellt.

Wann ist der Eurovision Song Contest 2021?

Nachdem der Eurovision Song Contest (ESC) 2020 wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde, soll der Wettbewerb in diesem zweiten Pandemiejahr stattfinden. Geplant ist er für den Zeitraum vom 18. bis zum 22. Mai 2021. Das Finale wird am 22. Mai ab 21 Uhr ausgetragen.

Wo findet der ESC 2021 statt?

Der diesjährige Gastgeber sind die Niederlande – dementsprechend findet der Wettbewerb dort statt. Veranstaltungsort wird die Ahoy Arena in Rotterdam. Wie die Europäische Rundfunkunion (EBU) bekanntgegeben hat, soll sogar Publikum erlaubt sein – sofern es die Corona-Lage zulässt. Dann sollen bis zu 3500 Zuschauerinnen und Zuschauer den Wettkampf live vor Ort miterleben dürfen. Das Ganze ist ein Feldversuch der niederländischen Regierung, bei dem untersucht werden soll, wie Großveranstaltungen mit Publikum unter Corona-Maßnahmen stattfinden können. Geplant wurden jedoch verschiedene Szenarien – sollte es etwa in den Niederlanden zu dem Zeitpunkt erneut zu einem Lockdown kommen, würde es demnach so gut wie keine Aktivitäten vor Ort in Rotterdam geben, abgesehen von den Moderationen sowie den Eröffnungs- und Pausenacts. Die Kandidaten würden jedoch genau wie Presse und Publikum in ihren Ländern bleiben und von dort aus auftreten.

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Wo kann man den ESC 2021 im TV und Stream schauen?

Die beiden Halbfinale am 18. und 20. Mai überträgt der ARD-Digitalsender One (jeweils um 21 Uhr). Das Finale am 22. Mai wird live im Ersten übertragen (ebenfalls 21 Uhr). Außerdem gibt es einen Livestream für alle Shows auf www.eurovision.de

Wer tritt für Deutschland beim ESC 2021 an?

Für Deutschland tritt Jendrik Sigwart, auch bekannt als Jendrik, an. Der 26-Jährige geht mit seinem Song „I Don’t Feel Hate“ an den Start, den er selbst geschrieben hat. Der gebürtige Hamburger ist schon von kleinauf musikalisch: Als Jugendlicher lernte er Klavier und Geige, außerdem entdeckte er seine Begeisterung für die Ukulele – die er auch bei seinem ESC-Song einsetzt.

Jendrick spielt seit seinem Musical-Studim am Institut für Musik der Hochschule Osnabrück in verschiedenen Musical-Produktionen mit. Unter anderem war er schon in „My Fair Lady“, „Hairspray“ und „Peter Pan“ zu sehen – in der Titelrolle.

Wer tritt sonst noch beim ESC 2021 an?

Insgesamt haben sich 41 Länder zu dem Wettbewerb angemeldet. Armenien hat im März jedoch überraschend die Teilnahme zurückgezogen, außerdem wurde Belarus disqualifiziert, weil der eingereichte Beitrag laut EBU nicht den geforderten Regularien entsprochen habe. Demzufolge treten insgesamt 39 Länder an, darunter Belgien mit der Trip-Hop-Band Hooverphonic, Österreich mit dem Sänger Vincent Bueno, Frankreich mit der Singer-Songwriterin Barbara Pravi, Dänemark mit dem Popduo Fyr og Flamme, Bulgarien mit der Sängerin Victoria, das Vereinigte Königreich mit dem Sänger James Newman und Rumänien mit der Sängerin Roxen. Auch über die europäischen Grenzen hinaus gibt es vereinzelte Teilnehmer, so geht etwa auch Australien an den Start, allerdings coronabedingt digital: Die Kandidatin Montaigne wird nicht live auf der Bühne stehen, stattdessen ist sie „live-on-tape“ dabei – gezeigt wird ein Video zu ihrem Song „Technicolour“.

Wer moderiert den ESC 2021?

Durch den ESC 2021 wird ein Moderations-Quartett führen: Schauspielerin Chantal Janzen, Sängerin und zweifache ESC-Teilnehmerin Edsilia Rombley und Sänger Jan Smit waren bereits für 2020 geplant, neu hinzu kommt Youtuberin Nikkie de Jager. Alle vier kommen aus den Niederlanden und bringen viel Musikerfahrung mit.

Im deutschen Fernsehen sendet das Erste vor und nach dem großen Finale am 22. Mai die Sendungen „Countdown für Rotterdam“ (20.15 Uhr) und die „ESC-Aftershow-Party“ (23. Mai, ab 00.45 Uhr) – beide Sendungen werden live von Barbara Schöneberger moderiert, auch Jan Delay, Sarah Connor, Zoe Wees und Michael Schulte sind dabei.

Wer gewinnt den ESC 2021?

Das wird sich beim Finale am 22. Mai zeigen. Um abschätzen zu können, welche Länder größere Chancen haben als andere, werfen ESC-Beobachtende einen Blick auf die „Erfolgsquoten“ der Länder – also wie oft sich ein Land für das Finale qualifiziert hat in Relation dazu, wie oft es am ESC teilgenommen hat. Dazu muss man wissen, dass einige Länder direkt fürs Finale qualifiziert sind, während sich der große Rest im Halbfinale beweisen muss. Direkt im Finale sind das Gastgeberland, in diesem Jahr also die Niederlande, sowie die „Big Five“: Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und das Vereinigte Königreich. Dieses Sonderrecht wird von einigen Ländern kritisiert – denn der Hintergrund ist ein finanzieller: Die fünf Länder leisten den größten Beitrag zum EBU-Etat und haben deswegen ihren Platz im Finale schon vorab sicher.

Zurück zu dem großen Rest, der sich erst im Halbfinale qualifizieren muss: An der Spitze sind hierbei die Ukraine und Australien mit einer jeweils hundertprozentigen Erfolgsquote, dicht gefolgt von Schweden, Aserbaidschan und Russland. Die schlechtesten Quoten der diesjährigen teilnehmenden Länder haben San Marino, die Schweiz und Portugal.

Die Aussagekraft dieser Berechnungen ist jedoch begrenzt – beim ESC 2019 etwa haben es auch San Marino und die Schweiz ins Finale geschafft. Außerdem lassen sie die tatsächlichen Siege außen vor – hier haben wiederum andere Länder die Nase vorn: Irland zum Beispiel war bereits sieben mal auf dem ersten Platz, Schweden sechsmal, Großbritannien fünf mal.

Wer hat den ESC 2020 gewonnen?

2020 ist der ESC coronabedingt ausgefallen, 2019 haben die Niederlande den Wettbewerb gewonnen – und sind deswegen in diesem Jahr Gastgeberland. Beim 64. ESC, der in Tel Aviv stattfand, holte der niederländische Sänger Duncan Laurence mit seinem Song „Arcade“ 498 Punkte und damit den Sieg für sein Heimatland.

Wann hat Deutschland den ESC gewonnen?

Der Erfolg Deutschlands beim ESC ist begrenzt – obwohl es seit 1956 und damit von Beginn des ESC an jedes Jahr teilgenommen hat, hat Deutschland den Wettbewerb bisher erst zweimal für sich entscheiden können: Zuletzt war das Lena mit „Satellite“ im Jahr 2010, und davor die Schlagersängerin Nicole mit „Ein bißchen Frieden“ (1982).

Hier geht es zur Infostrecke: Das sind die 26 Teilnehmer des ESC 2021