Was man zum Eurovision Song Contest wissen muss: Die größte Musik-Liveshow der Welt

Was man zum Eurovision Song Contest wissen muss: Die größte Musik-Liveshow der Welt

Der Eurovision Song Contest ist fast so alt wie die Idee der europäischen Einigung nach dem Zweiten Weltkrieg. In den 1950er Jahren startete der Musikwettbewerb als gediegene Fernsehunterhaltung, mittlerweile ist er die größte Musik-Liveshow der Welt, die auch außerhalb Europas ihre Fans hat – beispielsweise in Australien. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum ESC:

Der Eurovision Song Contest ist fast so alt wie die Idee der europäischen Einigung nach dem Zweiten Weltkrieg. In den 1950er Jahren startete der Musikwettbewerb als gediegene Fernsehunterhaltung, mittlerweile ist er die größte Musik-Liveshow der Welt, die auch außerhalb Europas ihre Fans hat — beispielsweise in Australien. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum ESC:

Eurovision Song Contest — was ist das eigentlich?

Die Europäische Rundfunkunion (European Broadcasting Union/EBU), ein Zusammenschluss der staatlichen und öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten Europas, startete 1955 ein gemeinsames Projekt: den Grand Prix of the Eurovision. 1956 wurde der Musikwettbewerb erstmals in der Schweiz ausgetragen — mit sieben Nationen.

Warum heißt es nicht mehr Grand Prix?

Das Musikspektakel hat viele Namen: Das deutsche Fernsehen nannte ihn anfangs Grand Prix Eurovision de la Chanson oder auf Deutsch Großer Preis der Eurovision; der erste Wettbewerb in Lugano hatte den italienischen Titel Gran Premio Eurovisione Della Canzone Europea. Schon 1960 hieß der Wettbewerb in Großbritannien Eurovision Song Contest, 1992 wurde dieser Titel international vereinheitlicht.

Wer darf teilnehmen?

Jedes der 55 EBU-Mitgliedsländer kann beim ESC mitmachen. Das können also auch Nationen außerhalb Europas sein, denn der Rundfunkunion gehören ebenfalls einige nordafrikanische und asiatische Staaten an.

Wo findet der ESC statt?

Die ersten drei Wettbewerbe wurden in der Schweiz, in Deutschland und den Niederlanden (1956/1957/1958) ausgerichtet. Danach wurde die Regel eingeführt, dass das Siegerland den nächsten ESC veranstalten darf — eine große Ehre, die aber auch mit hohen Kosten verbunden ist. Deshalb wurde hier und da auch schon mal auf diese Ehre verzichtet: Die Niederlande (1960), Frankreich (1963), Monaco (1972) und Luxemburg (1974) ließen Großbritannien ran; Israel überließ 1980 den Niederlanden den Grand Prix.

Wie viele Länder haben bisher mitgemacht?

49 Länder finden sich insgesamt in den Ergebnislisten des ESC, darunter auch Kleinstaaten wie Andorra, Monaco und San Marino. Marokko ist das einzige afrikanische Land, das bislang teilnahm (1980). In diesem Jahr sind 42 Länder dabei, mehr Teilnehmer gab es nur 2008 und 2011, als 43 Nationen dabei waren.

Wer ist die Grand-Prix-Macht?

Irland ist mit sieben Siegen top, doch de letzte Sieg des Landes liegt 18 Jahre zurück. Deutschland hat die meisten Teilnahmen: Beim ESC in Baku, dem 57. in der Geschichte, ist die Bundesrepublik zum 56. Mal dabei. Nur 1996 wurde die (damals noch durchgeführte) Qualifikation verpasst. Großbritannien war am häufigsten Gastgeber, achtmal war der ESC auf der Insel zu Gast.

Welches Land schnitt bisher am schlechtesten ab?

23 von 49 Teilnehmernationen haben noch nie gewonnen — und von denen stehen Andorra, Montenegro und San Marino am schlechtesten da: Sie haben jeweils null Punkte auf ihrem Eurovisions-Konto. Noch eine Stufe schlechter steht Tschechien: Das Land war dreimal dabei (2007, 2008, 2009), konnte aber nie das Finale erreichen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: ESC in Baku: Das sollten Sie wissen

(dpa)
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