48 Konzerte im Brühler Phantasialand: Die Kelly Family und die Achterbahn

48 Konzerte im Brühler Phantasialand: Die Kelly Family und die Achterbahn

Brühl (rpo). Mit Musik sind sie alle groß geworden und Musik bestimmt noch heute ihr Leben. Die Kelly Family gab Straßenkonzerte, sang in großen Hallen und in einer Zirkusmanege. Jetzt hat sie eine neue Location für Auftritte entdeckt: den Freizeipark Phantasialand in Brühl. Am Sonntag gab es dort die ersten beiden von insgesamt 48 Konzerten.

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p class="text"><P>Brühl (rpo). Mit Musik sind sie alle groß geworden und Musik bestimmt noch heute ihr Leben. Die Kelly Family gab Straßenkonzerte, sang in großen Hallen und in einer Zirkusmanege. Jetzt hat sie eine neue Location für Auftritte entdeckt: den Freizeipark Phantasialand in Brühl. Am Sonntag gab es dort die ersten beiden von insgesamt 48 Konzerten.

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p class="text">Bis Ende September sind die Kellys dort die neue Attraktion, spielen jeden Sonntag zwei Konzerte im Theater "Silverado". In einem knapp einstündigen Programm präsentieren die Geschwister Joey, Jimmy, Paddy, Patricia, Maite und Angelo "semi-unplugged" eine Mischung aus alten und neuen Songs vor der Kulisse eines Pubs in Belfast.

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p class="text">Im Zuschauerraum des etwa 1.500 Personen fassenden Theaters glaubt man gelegentlich, die Vibrationen der nahe gelegenen Western-Achterbahn unter den Füßen zu spüren. "Heute Morgen habe ich schreiende Fans gehört und dachte: Die schreien jetzt schon?", berichtete Maite Kelly den jubelnden Zuschauern. "Aber das war nur wegen der Achterbahn."

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p class="text">Doch auch die Band hatte keine Mühe, das zum größeren Teil aus eingefleischten Kelly-Fans bestehende Publikum mit ihrem Auftritt zum Kreischen zu bringen. Zum Auftakt sang jedes Mitglied der Geschwisterband einen Solo-Titel - Patricia machte den Anfang mit dem ruhigen "I'll be there". Etwa drei Viertel des Programms bestritten die Kellys mit Songs ihres noch nicht veröffentlichten Albums "Homerun", stellten Lieder wie das von Angelo präsentierte "Don't always want" und das von Maite gesungene "What if Love" vor.

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p class="text">Zwischendurch scherzten die Geschwister gut gelaunt miteinander. "Ich mag keine Achterbahn", gestand Patricia: "Einmal hat mich Jimmy überredet. Nie wieder in meinem Leben." Ihr Bruder Jimmy - mit raspelkurz geschorenem Haar - begeisterte mit wilden Verrenkungen am Mikrofon, wehrte sich im Anschluss an das Konzert aber lachend gegen die Bezeichnung Clown: "Sehe ich so aus?"

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p class="text">Ruhigere Konzerte für Familien mit Kindern

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p class="text">Maite sammelte die von den Fans geworfenen Geschenke ein und kündigte an, demnächst Wunschlisten auszugeben: "Die neuen Schuhe von Gucci." Vorerst musste sie sich aber mit einem Päckchen Taschentücher gegen den plagenden Heuschnupfen sowie verschiedenen Süßigkeiten begnügen.

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p class="text">Trotz der insgesamt ruhigen Lieder gingen die Fans voll mit, sprangen zu Paddys Hit "Pray, Pray, Pray" von ihren Sitzen und riefen immer wieder laut die Namen ihrer Lieblinge. "Ich glaube, dass wir alle ein bisschen überrascht waren", gestand das momentan wohl prominenteste Bandmitglied Joey später. "Die Unplugged-Konzerte sind eigentlich noch ruhiger. Das war ja teilweise eine Rock-Show." Trotzdem wolle man auch die ruhigeren Elemente beibehalten und damit vor allem diejenigen Zuschauer für sich begeistern, die nicht schon Fans seien, sondern beim Besuch des Freizeitparks auf sie aufmerksam werden: "Die haben oft kleinere Kinder dabei. Für die ist das angenehm."

Für den Rest des Sommers will die Kelly Family das Programm weiter variieren, möglicherweise sogar eine CD oder DVD im Phantasialand aufnehmen - und hat keine Angst vor Langeweile in der gleich bleibenden Location. "Wir haben ja noch andere Auftritte, wir sind es gewohnt, 100 Konzerte im Jahr zu spielen", betonte Joey. "Und es ist ja auch anstrengend - das Reisen, jeden Tag eine andere Garderobe, man schafft keinen vernünftigen Soundcheck. Hier kommen wir hin und wissen, die Akustik ist klasse." Außerdem zähle nicht der Ort, fügte Patricia hinzu, "sondern was man tut. Bei uns ist es die Kunst, die Musik."

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