Bon Jovi: "Ein frühes Anzeichen der Zombie-Apokalypse"

Bon Jovi in der Rock and Roll Hall of Fame: "Ein frühes Anzeichen der Zombie-Apokalypse"

Die Musiker von Bon Jovi, The Cars, Dire Straits, The Moody Blues sowie Nina Simone sind in die Ruhmeshalle des Rock & Roll aufgenommen worden. Eine Laudatio übernahm Radio-Legende Howard Stern.

Die Musiker von Bon Jovi, The Cars, Dire Straits, The Moody Blues sowie Nina Simone sind in die Ruhmeshalle des Rock & Roll aufgenommen worden. Eine Laudatio übernahm Radio-Legende Howard Stern.

Die mehrstündige Zeremonie mit Auftritten und Würdigungen ging in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio über die Bühne. US-Rockstar Jon Bon Jovi trat erstmals seit 2013 wieder mit dem früheren Band-Gitarristen Richie Sambora auf. Neue und alte Bandmitglieder rockten zusammen vier Songs, darunter "You Give Love a Bad Name" und "Livin' on a Prayer".

Die Laudatio auf Bon Jovi hielt der US-Radiostar Howard Stern. Der 63-Jährige monierte, dass Bon Jovi mehrere Jahrzehnte auf diese Auszeichnung warten musste, obwohl die Band mehr als 130 Millionen Alben verkauft hat. Die Ehrung sei wohl als frühes Anzeichen der Zombie-Apokalypse zu verstehen. Bon Jovi sei schon deshalb etwas Besonderes, weil er in den 1980er Jahren mit seinen Haarspray-Frisuren im Alleingang die Ozonschicht zerstörte. Während seiner Ansprache sang Stern den Bon-Jovi-Klassiker "Wanted Dead or Alive". Sein abschließender Kommentar: "Eat sh..., Bob Dylan".

Später spielten die britischen Altrocker The Moody Blues ihren legendären Song "Nights in White Satin". Auch Sänger Ric Ocasek holte seine früheren Kollegen von der Rockband The Cars auf die Bühne. Die 2003 gestorbene Jazz- und Bluessängerin Nina Simone wurde von R'n'B-Star Mary J. Blige gewürdigt.

Die Rock and Roll Hall of Fame ist ein Museum, das seit über 30 Jahren Künstler aus dem Bereich des Rock'n'Roll ehrt. Bedingung für die Aufnahme in die Ruhmeshalle ist, dass das erste Album mindestens 25 Jahre zurückliegen muss. Fans können im Internet ihre Stimme abgeben, ihre Entscheidung fließt in das Votum von mehr als 900 Musik-Experten ein.

Im vorigen Jahr wurden unter anderem die Folksängerin Joan Baez, die Grungeband Pearl Jam und der verstorbene Rapper Tupac Shakur als neue Mitglieder aufgenommen.

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(csi/dpa)