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Exklusiver Verkauf bei iTunes: Beyoncé-Album wird in den USA boykottiert

Exklusiver Verkauf bei iTunes : Beyoncé-Album wird in den USA boykottiert

US-Superstar Beyoncé hat mir ihren neuen Album "Beyoncé" einen echten Coup gelandet: In den ersten drei Tagen wurde das Werk fast eine Million Mal heruntergeladen. Schlechte Neuigkeiten gibt es dennoch.

Was für ein PR-Coup. Aus dem Nichts erklomm das neue Album "Beyoncé" die Verkaufsscharts der iTunes-Charts — ohne jegliches Marketing. Wenig Geld wurde also vorab ausgegeben, nun wird einiges in die Kassen gespült.

Für 15 Euro bekommt man per Download 14 Lieder und 18 Videos auf Cloud oder Festplatte, die Fans dankten es ihr euphorisch: In den ersten drei Tagen wurde das Werk exakt 828.773 Mal gekauft, das macht einen Rohgewinn von mehreren Millionen Euro.

Der Superstar selber wollte natürlich nichts von einem intelligenten Schachzug wissen, der Bezug zu den Fans stand bei dieser Entscheidung im Vordergrund: "Ich habe bewusst niemandem von dem kommenden Album erzählt, weil ich vermeiden wollte, dass man ein Medienspektakel aus seiner Veröffentlichung macht."

Exklusiver Verkauf sorgt für schlechte Stimmung

Zeitnah soll nun das Album auch anderweitig zu kaufen sein, bisher wurde es exklusiv im iTunes-Store angeboten. Vermutlich auch ein exklusiver Deal für die Künstlerin.

Jedoch muss sie nun entsprechend mit Konsequenzen rechnen: Target, einer der größten Einzelhändler der USA und nach Wal-Mart der zweitgrößte Discounteinzelhändler des Landes, boykottiert das Album des US-Superstars. Es herrscht Verärgerung über die Bevorzugung von Apple.

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"Wir konzentrieren uns darauf, unseren Kunden Ware anzubieten, die man auch greifen kann. Beyoncés Album wurde erst digital veröffentlicht und soll nun in die Plattenläden kommen. Das machen wir nicht mit", erklärt Target-Sprecherin Erica Julkowski.

Beyoncé rechtfertige sich hingegen, dass sie ihre Musik nicht länger wie üblich auf den Markt bringen wolle. "Das langweilt mich. Ich denke, dass ich so viel direkter zu meinen Fans sprechen kann", so die Musikerin. Falls sich der Boykott ausweiten sollte, wäre in diesem Fall der PR-Coup eher enttäuschend.

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(cfk)