Literaturtage in Köln Das sind die Höhepunkte der Lit.Cologne

Die Domstadt lädt Anfang März zum alljährlichen internationalen Literaturfestival ein. Wie stellen zehn Höhepunkte vor, auf die sich Besucher der lit.Cologne in diesem Jahr freuen können.

Autorin Tsitsi Dangarembga aus Simbabwe, Preisträgerin des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2021, in der Frankfurter Paulskirche.

Autorin Tsitsi Dangarembga aus Simbabwe, Preisträgerin des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2021, in der Frankfurter Paulskirche.

Foto: dpa/Thomas Lohnes

Maria Ressa (Friedensnobelpreisträgerin 2021) setzt sich in ihrem Kampf für die Demokratie gegen die Manipulation und Fakten-Verschleierungen autokratischer und diktatorischer Herrschaftsgewalten ein. Dafür unverzichtbar sind Meinungsfreiheit sowie ehrlicher, unabhängiger Journalismus. In ihrem neusten Werk „How to stand up to a dictator“ klärt die philippinische Freiheitskämpferin auf, wie die Nutzung sozialer Medien zur Gefahr für Menschenrechte und Demokratie werden.

Do., 2. März, 18 Uhr, Balloni Hallen, Ehrenfeldgürtel 88-94.

„Mein Leben in deinem – Jojo Moyes und Therese Hämer“

Bestseller- Autorin Jojo Moyes stellt ihren neusten Roman „Mein Leben in deinem“ vor. Dieser erzählt von zwei Frauen, deren Leben einen Wendepunkt nimmt, nachdem sie ihre Sporttaschen vertauschen. Mit der britischen Schriftstellerin im Dialog: die Schauspielerin Therese Hämer (u. a. bekannt aus dem Tatort, Polizeiruf 110 und „Stromberg“).

Do., 2. März, 21 Uhr, Sartory-Säle, Sartory-Saal, Friesenstraße 44-48.

Literarischer Fußball

Fußball ist und bleibt in Deutschland immer ein Thema. Auseinandersetzungen rund um die Branche finden auf der lit.Cologne unter anderem mit Philipp Köster und dem Sportmagazin „11 Freunde“, Frank Goosen („Spiel ab!“) sowie dem Fußballprofi Neven Subotić („Alles geben“) statt. Nach der lit.Cologne wird man sagen können, welche Tore gefallen sind.

Philipp Köster: Fr. 3. März, 21:00 Uhr, Sartory-Säle, Ostermann-Saal, Friesenstraße 44-48; Neven Subotić: So., 5. März, 17 Uhr, Volksbühne am Rudolfplatz, Aachener Straße 5; Frank Goosen: Mo., 6. März, 21 Uhr, WDR Funkhaus, Klaus-von-Bismarck-Saal, Wallrafplatz 5.

Was die Stimmen der Zukunft ausmacht.

Jungautor Yannic Han Biao Federer, ausgezeichnet mit dem NRW-Förderpreis im Bereich Literatur, spricht über seine Inspiration, Schriftstücke und sein Handwerk. Sowohl sein Roman „Und alles wie aus Pappmaché“ (2019) als auch sein neustes Werk „Tao“ (2022) gelten als Must-haves im Büherregal.

Fr., 3. März, 19 Uhr, WDR Funkhaus, Kleiner Sendesaal, Wallrafplatz 5,

Sie dachten, Sie kennen Nonnen?“

Lauren Groff erzählt in ihrem neuen Roman „Matrix“ (von Barack Obama 2021 als Lieblingswerk gekürt) die Geschichte eines 17-jährigen Mädchens, das vom Hofe verstoßen wird und eine Stellung als Priorin in einem abgelegenen Kloster Englands einnimmt. Dennoch gibt sie den Mut nicht auf und erkämpft für ihre Schwestern und sich Möglichkeiten von weltlichem Einfluss sowie Wohlstand. Das Buch ist eine Einladung zu einem Empowerment-Talk.

Sa. 4. März, 18 Uhr, WDR Funkhaus, Klaus-von-Bismarck-Saal, Wallrafplatz 5.

Ein Abend mit mit Adriana Altaras

In dem Roman „Besser allein als in schlechter Gesellschaft“ porträtiert Adriana Altaras das einzigartige Leben ihrer Tante, – eine Frau, die 101 Jahre alt wird und das KZ sowie die Spanische Grippe überlebt hat. Die Autorin Altaras kommt nach der Flucht aus Zagreb mit vier Jahren zu dieser beeindruckenden Frau und lernt für ein Leben lang. Auf der lit.Cologne teilt sie nun ihre Erfahrungen und berichtet.

Sa., 4. März, 19 Uhr, Volksbühne am Rudolfplatz, Aachender Str. 5.

Emine Sevgi Özdamar über „Liebe und Leid beim Schreiben“

Als besonderer Gast ist Emine Sevgi Özdamar, die Georg-Büchner-Preisträgerin des Jahres 2022, geladen. Sie spricht über die Höhen und Tiefen des Schreibens und erzählt von ihren bisherigen Werken. Auch ihr neustes Schriftstück „Ein von Schatten begrenzter Raum“ wird sich in die Gesprächsthemen einreihen.

So., 5. März, 19 Uhr, Sartory Säle, Ostermann-Saal, Friesenstraße 44-48

Von Moral in Politik und Gesellschaft

Spannende Diskussion programmiert: Svenja Flaßpöhler (Moderatorin des Philosophiemagazins „Sein und Streit“ im Deutschlandfunk) trifft auf Michel Friedman (Rechtsanwalt, Philosoph und Moderator) und Richard David Precht (Philosoph und Autor). Gemeinsam setzen sie sich mit dem Thema auseinander, inwiefern Moral mit Politik und Gesellschaft vereinbar sind.

Mo., 6. März, 19:30 Uhr, Sartory-Säle, Sartoty-Saal, Friesenstraße 44-48.

Einladung zur Reflexion mit Tsitsi Dangarembga

Tsitsi Dangarembga (Friedensnobelpreis des Deutschen Buchhandels 2021) zählt als eine der wichtigsten Stimmen für Freiheits- und Frauenrechte in Simbabwe. In einem höchstpolitischen Gespräch wird sie ihr Buch „Schwarz und Frau. Gedanken zur postkolonialen Gesellschaft“ vorstellen; inklusive der Gesprächsthemen der Stellung der Frau und die zweifache Unterdrückung von Afrikanerinnen.

Di. 7. März, 18 Uhr, Kulturkirche Köln, Siebachstraße 85, Köln-Nippes.

„Die Wilde 13. Der lit.Cologne-Debütpreis“

Auch dieses Jahr wird der lit.Cologne-Debütpreis an einen vielversprechenden Nachwuchsautor vergeben. Lisa Roy steigt mit ihrem Roman „Keine gute Geschichte“ ins Rennen. Neben ihr sind Esther Schüttelpelz mit ihrem Werk „Ohne mich“ und Cecilia Joyce Röski mit „Poussi“ nominiert. Wer den Preis in Höhe von 2222 Euro, gestiftet von RheinEnergie erhält, wählen die Besucher der Veranstaltung live vor Ort.

Do., 9. März, 19.30 Uhr, Balloni-Hallen, Ehrenfeldgürtel 88-94, Köln Ehrenfeld.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort