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Lit.Cologne 2022: Programm-Highlights des Kölner Literaturfests

Lit.Cologne 2022 : Literaturfest mit Publikum — Die Highlights

Ein Jahr nach der ersten digitalen Lit.Cologne findet die 22. Ausgabe des Literaturfests in diesem Jahr wieder wie gewohnt mit Publikum statt. Ab dem 15. März stellen Literaturschaffende ihre Werke in Köln vor.

Nach dem ausgefallenen „20. Mal“, dem „Ersten Mal. Digital“ und der „Sonderedition“ signalisiert der Titel des Programmhefts der Lit.Cologne 2022 mit „Das 22. Mal“ die alt gewohnte Normalität. Und tatsächlich ist das internationale Literaturfest mit 101 Veranstaltungen für Erwachsene und 78 für Kinder an zwölf Festivaltagen zurück. – Und das auch wieder live und mit Publikum.

Vom 15. bis 26 März kommen zahlreiche nationale und internationale Literaturschaffende nach Köln, um ihre Neuerscheinungen vorzustellen und um über aktuelle Themen zu diskutieren. Dabei legt Lit.Cologne in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf die Themen Klimawandel, Gesundheit und lebenswerte Zukunft. 

Literarisch eröffnet wird die 22. Lit.Cologne mit einer Solidaritätsveranstaltung für die Ukraine mit Navid Kermani, Sasha Marianna Salzmann, Vladimir Sorokin, Deniz Yücel und Olga Scheps. Die deutschen Texte liest der Schauspieler und Sprecher Ulrich Noethen. Durch den Abend führt die Spiegel-Autorin Susanne Beyer. Zudem wird es ein Grußwort von Oberbürgermeisterin Henriette Reker geben. Alle Einnahmen dieser Veranstaltung werden gespendet.

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Hier stellen wir Ihnen zehn weitere spannende Veranstaltungen vor:

Joschka Fischer Wir Menschen stellen uns die Zukunft gerne als eine Weiterführung der Gegenwart vor. In Zeiten von Klimawandel, Pandemie und Digitalisierung ist diese Sichtweise jedoch nicht länger sinnvoll. Was nämlich, wenn der gewohnte Alltag nicht wieder zurückkehrt? Der ehemalige Außenminister Joschka Fischer analysiert in seinem neuen Buch Zeitenbruch – Klimawandel und die Neuausrichtung der Weltpolitik die Gegenwart und wagt einen Ausblick in eine schwierige, aber gestaltbare Zukunft.
Mittwoch, 16. März, 19:30 Uhr, Flora Köln in Köln-Riehl. Moderiert von Louis Klamroth.

Marleen Lohse und Rufus Beck Was ist eigentlich Deutschland? Zwischen Champagner-Bars und Eckkneipen, Autobahnen ohne Tempolimit und verpassten Anschlusszügen, Gemüsedöner und Schweinshaxe scheint es keine eindeutige Antwort zu geben. Marleen Lohse und Rufus Beck nehmen ihre Zuhörer mit auf eine Reise durch Deutschland und die Zeit. Als Koordinaten dienen Textteile von Roger Willemsens 2001 entstandener Deutschlandreise, die ergänzt werden durch die Beobachtungen der Studierenden des Schreib-Studiengangs der Universität zu Köln. Was hat sich in 20 Jahren getan?
Samstag, 19. März, 18 Uhr, Balloni Hallen. Moderiert von Marie-Christine Knop.

Alexander Kluge und Svenja Flaßpöhler „Alle meine Arbeiten, ob Buch oder Film, haben einen festen Kern. Dieser Kern antwortet auf meine innere Stimme, und die antwortet auf die Realität, die mich umgibt. Diese Realität aber macht in den 60 Jahren, in denen ich als Autor arbeite, gewaltige Sprünge“, beschreibt Jurist, Autor, Filme- und Ausstellungsmacher Alexander Kluge. Er liest aus seinen jüngsten Werken Das Buch der Kommentare, Zirkus/Kommentar und Schramme am Himmel (mit Jonathan Meese). Dazu gibt es Film und Musik, und eine Lesung mit Svenja Flaßpöhler, Chefredakteurin des Philosophie Magazin, aus ihrem Buch Sensibel.
Samstag, 19. März, 19:30 Uhr, Schauspiel Köln im DEPOT 1.

Thomas Hüetlin und Cem Özdemir Am 24. Juni 2022 jährt sich die Ermordung des deutschen Außenministers Walther Rathenau zum 100. Mal. Journalist und Buchautor Thomas Hüetlin beschreibt die Ereignisse, die zu dieser verhängnisvollen Tat führten, in der aufrüttelnden literarischen Reportage Berlin, 24. Juni 1922. Der Rathenau-Mord und der Beginn des rechten Terrors in Deutschland. Mit dem Grünen-Politiker Cem Özdemir spricht Hüetlin über die beunruhigenden ideologischen Parallelen zu heutigen Rechtsradikalen und wie aktuellen Bedrohungen der Demokratie entgegengetreten werden muss.
Samstag, 19. März, 21 Uhr, Theater am Tanzbrunnen.

Kent Nagano Zutiefst persönlich berichtet Stardirigent Kent Nagano in 10 lessons of my life, was ihn weit über seinen künstlerischen Weg hinaus geprägt hat. Nagano erzählt, wie ihn Leonard Bernstein mit einer einfachen Frage zur Verzweiflung trieb, wie er die Pop-Künstlerin Björk traf und die andere Seite von Frank Zappa kennenlernte – und wie diese Zusammenkünfte sein Denken verändert haben.
Sonntag, 20. März, 16 Uhr, Flora Köln in Köln-Riehl. Moderiert von Claudia Dichter.

Lit.Cologne-Patenschaft: Elke Heidenreich und Marion Karausche Marlen hat ein schönes Leben. Aber wie schnell das Glück zerrinnen kann, erfährt sie, als ihr Sohn eines Tages verschwindet. Angstvolles Warten und später die traurige Gewissheit seiner psychischen Krankheit rauben ihr Schritt für Schritt die Leichtigkeit des Lebens. Marion Karausche hat mit Der leere Platz einen Roman über den Kampf einer Mutter um den Zusammenhalt ihrer Familie und ihre Konfrontation mit einer Krankheit, die in der Gesellschaft wenig Verständnis findet, geschrieben. Schriftstellerin und Literaturkritikerin Elke Heidenreich stellt die Autorin mit der ihr eigenen Verve vor.
Dienstag, 22. März, 18 Uhr, WDR Funkhaus, Klaus-von-Bismarck-Saal.

Lit.Cologne-Patenschaft: Sophie Passmann und Florence Given Vor allem für ihre knalligen Illustrationen zu feministischem Empowerment wird die Britin Florence Given gefeiert. In ihrem Buch Frauen schulden dir gar nichts spricht sie über das, was ihre Generation beschäftigt: Rassismus, Sexismus, queere Identitäten, Body Positivity und toxische Männlichkeit. Der diskursprägende Comedian und Autorin Sophie Passmann stellt den englischen Shootingstar vor.
Mittwoch, 23. März, 18 Uhr, Brunosaal.

Tupoka Ogette In ihrem neusten Werk Und jetzt du gibt Tupoka Ogette, alltagsnah und konkret, Anregungen für ein rassismuskritisches Leben. Ogette gilt als Die deutsche Vermittlerin für Rassismuskritik und zeigt durch ihre Bücher Möglichkeiten auf, die Gesellschaft aktiv mit- und umzugestalten und somit eine gerechtere Welt für uns alle zu schaffen.
Samstag, 26. März, 21 Uhr, Kulturkirche Köln. Moderiert von Mithu Sanyal.

Senta Berger Um den Vater vor einem Bankrott zu bewahren, beschließt die 19-jährige Else den befreundeten Kunsthändler Dorsday um ein Darlehen zu bitten. Doch die Zusage ist an eine Bedingung geknüpft. Else soll sich vor ihm entblößt. Über dieses unmoralische Angebot gerät die junge Frau in tiefe Konflikte. Schauspielerin Senta Berger liest Arthur Schnitzlers 1924 entstandene Novelle Fräulein Else und zeigt: Sie ist erschreckend aktuell.
Freitag, 25. März, 18 Uhr, WDR Funkhaus.

Karl Ove Knausgårds In seinem neuen Buch Der Morgenstern erzählt der norwegische Erfolgsautor Karl Ove Knausgårds von einer Welt, die aus den Fugen gerät. Krabben spazieren an Land, Ratten tauchen an unerwarteten Stellen auf – der idyllische norwegische Sommer wird von seltsamen Vorkommnissen überschattet. Neun Menschen erzählen von ihren Erlebnissen während dieser Hochsommertage. Ihnen allen unerklärlich ist das Auftauchen eines neuen Sterns – Vorbote des Bösen oder Verheißung von etwas Gutem?
Mittwoch, 6. April, 19:30 Uhr, Flora Köln in Köln-Riehl. Moderiert von Thomas Böhm. Übersetzung von Thomas Loibl.

Das komplette Programm, Informationen zu Ticktes und Barrierefreiheit sowie die aktuell geltenden Corona-Regelungen finden Sie unter www.litcologne.de.

(ele)