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Konzertkritik: Laut, schmutzig: Jack White in Köln

Konzertkritik : Laut, schmutzig: Jack White in Köln

Für diesen verrückten, schwül-warmen Abend im ausverkauften Kölner E-Werk hat Jack White entschieden, mit den Peacocks aufzutreten. Um es spannend zu halten, reist der Mann der vielen Gesichter mit zwei Bands – eine besteht komplett aus Männern, eine aus Frauen.

Für diesen verrückten, schwül-warmen Abend im ausverkauften Kölner E-Werk hat Jack White entschieden, mit den Peacocks aufzutreten. Um es spannend zu halten, reist der Mann der vielen Gesichter mit zwei Bands — eine besteht komplett aus Männern, eine aus Frauen.

Mit Letzteren hat er sein Solo-Debüt "Blunderbuss" aufgenommen, schon jetzt eins der besten Alben des Jahres. Die Damen hämmern auf der Bühne einen Sound, der schmutziger kaum klingen kann. Das Gegenteil des heutigen Studio-Rocksounds.

Manchmal klingen White und die Peacocks, als ob zum ersten Mal jemand auf die Idee gekommen wäre, Robert Johnsons Blues zu elektrifizieren. Manchmal sind sie hart wie Led Zeppelin, manchmal dunkel wie The Doors.

Jack White mixt in seinem Solo-Auftritt nicht nur das Beste aus seinen zahlreichen Projekten der Vergangenheit — er setzt auch zu einem Streifzug durch die halbe Rockgeschichte an. Mit dem aktuellen Material, aber auch mit Hits der Raconteurs und der White Stripes. Sein junges Publikum feiert den altmodischen Sound wie den neuesten Hype, feiert sich in Ekstase.

(RP)