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Aktuelle Ausstellung in der Völklinger Hütte: Weltkulturerbe-Leiter fordert mehr Forschung zu Kelten

Aktuelle Ausstellung in der Völklinger Hütte : Weltkulturerbe-Leiter fordert mehr Forschung zu Kelten

Völklingen (RPO). Nach dem Erfolg der Keltenausstellung im Weltkulturerbe Völklinger Hütte plädiert Generaldirektor Meinrad Maria Grewenig für weitere Forschungen zur Geschichte der Volksgruppen der Eisenzeit. "Die unter unseren Füßen liegenden Schätze müssen nach und nach gehoben werden", sagte Grewenig.

Das sei zunächst Aufgabe von Denkmalpfleger und Archäologen. Bisher geborgene Grabfunde "bilden das Leben der Kelten nur zu einem kleinen Teil ab", erklärte er. Nach Ansicht Grewenigs könnten in der Pfalz weitere "bemerkenswerte Funde" gemacht werden. "Spezialisten haben konkrete Vorstellungen über mögliche Fundorte." Bislang wurden Zeugnisse keltischer Kultur zumeist zufällig bei Bauarbeiten entdeckt.

"Ausstellungen über die Keltenzeit besitzen touristisches Potenzial", erklärte Grewenig. Das habe die Völklinger Schau mit dem Titel "Die Kelten - Druiden. Fürsten. Krieger" gezeigt. Mehr als 70.000 Menschen besuchten seit November vergangenen Jahres die Ausstellung. "100.000 Besucher bis zum Abschluss am 22. Mai sind realistisch", betonte der Generaldirektor. Touristen hätten selbst weite Anfahrtswegen nicht gescheut.

Das außerordentlich große Interesse an der Ausstellung "wird hoffentlich den Druck auf Forschungsinstitutionen, Universitäten und Behörden erhöhen und weitere Ausgrabungen veranlassen", sagte der Generaldirektor. Das Museum wolle sich dabei als Plattform anbieten. Das Saarland, Rheinland-Pfalz, Lothringen, Luxemburg und Teile Belgiens waren vor 2.500 Jahren ein Zentrum keltischer Kultur.

Die Keltenausstellung im Weltkulturerbe zeigt auf 6000 Quadratmetern 1650 Exponate zu Kultur und Leben der Kelten. Sie ist Grewenig zufolge die weltgrößte Schau ihrer Art.

(DDP/das)