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Böse Dinge - Eine Enzyklopädie des Ungeschmacks: Von Busen-Salzstreuer bis USB-Finger

Böse Dinge - Eine Enzyklopädie des Ungeschmacks : Von Busen-Salzstreuer bis USB-Finger

Wie heißt es so schön: Über Geschmack lässt sich nicht streiten. Das mag oft stimmen, manchmal aber auch nicht. Das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg zeigt solche Geschmacksverirrungen nun in der Ausstellung "Böse Dinge - eine Enzyklopädie des Ungeschmacks".

"Böse Dinge" zeigt Ausstellungsstücke verschiedener Kategorien und Zeiten, die eins gemeinsam haben: Man kann - oder muss - die Geschmacksfrage diskutieren. Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) greift diesen Diskurs um "guten" und "schlechten" Geschmack in der gemeinsam mit dem Werkbundarchiv — Museum der Dinge, Berlin, entwickelte Ausstellung auf.

Ein Salzstreuer in Form einer nackten Frau, deren Brüste Salz- und Pfefferstreuer darstellen ist eines der Ausstellungsstücke. Originell oder geschmacklos? Das muss wohl jeder für sich beurteilen. Ähnlich verhält es sich bei einem Bierkrug in Form eines Rettichs mit Bismarck-Gesicht. Dieses, um 1890 entstandene Ausstellungsstück beweist: geschmacklich fragwürdige Gegenstände gibt es nicht erst heutzutage.

Das Konzept der Ausstellung "Böse Dinge" basiert auf der Publikation "Guter und schlechter Geschmack im Kunstgewerbe" des Kunsthistorikers Gustav E. Pazaurek von 1912, der darin einen komplexen Kriterienkatalog entwickelte.

Welche Kriterien für jeden ganz persönlich gelten und was guter Geschmack ist, das können Besucher noch bis zum 15. September in der Ausstellung "Böse Dinge. Eine Enzyklopädie des Ungeschmacks" erfahren.

Bilder sehen Sie hier.

Hier geht es zur Bilderstrecke: "Böse Dinge" - lässt sich über diesen Geschmack noch streiten?

(jco)