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Bottroper Bunker wird zu Galerie: Porträts aus dem Ruhrgebiet

Bottroper Bunker wird zu Galerie : Porträts aus dem Ruhrgebiet

Bottrop (RPO). Eine Bilderschau besonderer Art ist derzeit in Bottrop zu bestaunen. Im Rahmen der Ruhr.2010 ist am Samstag die Ausstellung "Gesichter des Ruhrgebiets – Face to Face" im Stadtteil Eigen eröffnet worden. Gezeigt wird eine Sammlung von 63 Porträtfotografien von Menschen in ihrem Stadtteil. Mit der Kunstaktion soll zugleich der Hochbunker am Eigener Markt als Galerie eingeweiht werden.

Bottrop (RPO). Eine Bilderschau besonderer Art ist derzeit in Bottrop zu bestaunen. Im Rahmen der Ruhr.2010 ist am Samstag die Ausstellung "Gesichter des Ruhrgebiets — Face to Face" im Stadtteil Eigen eröffnet worden. Gezeigt wird eine Sammlung von 63 Porträtfotografien von Menschen in ihrem Stadtteil. Mit der Kunstaktion soll zugleich der Hochbunker am Eigener Markt als Galerie eingeweiht werden.

Kinder und Jugendliche aus mehr als neun Einrichtungen haben an der Vorbereitung der Ausstellung mitgewirkt. Im Vorfeld besuchten sie Bürger des Stadtteils, erstellten die Foto-Porträts und führten Interviews quer durch alle Altersgruppen. Unterstützt wurden sie von professionellen Fotografen, die sie in Workshops auf diese Aufgabe vorbereitet hatten.

Geleitet wurde das Konzept des Projektes von der Annahme, dass nicht das Stadtbild und die Gebäude das Gesicht einer Region prägen würden, sondern die Menschen. So konnten etwa Bürger im Stadtteil vorschlagen, wessen Porträt ausgestellt werden solle. Die Ergebnisse werden ab dem 19. Juni auf den Außenwänden der Bunkergalerie zu betrachten sein.

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Die Bilder wurden digitalisiert und in einer Größe von 2,90 mal 1,95 Meter auf kunststoffbeschichtete Aluminiumplatten gedruckt. Nach dem Ablauf einer Ausstellung können die Tafeln neu bedruckt werden und so eine ständig erneuerbare Kunstfläche bilden. "Die Bürger nehmen den Bunker in Besitz", erklärt Andreas Kind von der Kulturwerkstatt die Idee, mit der er dem bisher ungeliebten Betonklotz zu einem positiven Image verhelfen möchte.

Rund 100.000 Euro wurden investiert, um den Bunker als öffentliche Galerie herzurichten. Nach Plänen der Kulturwerkstatt der Stadt Bottrop soll der Bunker am Eigener Markt alle drei Jahre mit Kunstwerken bestückt werden. Was dann ab 2013 auf den beiden jeweils 200 Quadratmeter großen Wänden des Bunkers zu sehen sein wird, steht noch nicht fest. Andreas Kind hofft auf Ideen der Bewohner des Stadtteiles und der Ruhr.2010-Besucher.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Gesichter des Ruhrgebiets

(RPO)