Mexikanischer Maler Francisco Toledo gestorben

„Die Kunst trauert“ : Mexikanischer Maler Francisco Toledo gestorben

Der mexikanische Maler Francisco Toledo ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Dies gab Präsident Andrés Manuel López Obrador am Donnerstagabend auf Twitter bekannt. Die Todesursache wurde zunächst nicht genannt.

Bekanntheit erlangte Toledo mit rätselhaften Gemälden und Skulpturen, die Tieren, Farben und Traditionen seines Heimatstaats Oaxaca nachempfunden waren. Seine Motive etwa mit Insekten und Katzen bettete der Expressionist in fast mythologisch anmutende Kontexte ein, in seiner Farbwahl beschwor er die reiche Palette Oaxacas.

Auch als Aktivist trat Toledo in Erscheinung, wobei er sich ebenfalls vornehmlich auf Oaxaca beschränkte. Dort machte der bärtige Künstler mit der wilden Haarpracht sich für den Schutz historischer Gebäude und Grünflächen vor Bauunternehmern stark und half dabei, sie in Zentren für Kunst und Gärtnerei zu verwandeln.

Zudem zog Toledo gegen Entwicklungen zu Felde, die er als Eingriff in die Kultur betrachtete. So führte er in den frühen Nullerjahren einen Protest gegen die Eröffnung einer Fast-Food-Kette im Herzen von Oaxaca de Júarez an, der Hauptstadt von Oaxaca.

„Die Kunst trauert“, schrieb Staatschef López Obrador auf Twitter über den Tod Toledos. Der Maler sei „ein authentischer Verteidiger der Natur, Gebräuche und Traditionen unseres Volkes“ gewesen.

(mja/dpa)
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