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Merkel als Gewaltopfer: Künstler weist auf Gewalt gegen Frauen hin

Gewalt gegen Frauen : Künstler provoziert mit Merkel-Porträt als Gewaltopfer

In Mailand hängen bearbeitete Bilder von prominenten Frauen. Der Künstler möchte damit auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen.

Der italienische Künstler und Grafiker Alexsandro Palombo hat schon öfter Promi-Gesichter so verunstaltet, dass es Wirbel gab. Diesmal nahm er für seine Aktionen mit Blut und blauen Flecken versehene Porträts von Politikerinnen wie Angela Merkel und Hillary Clinton. Er hängte sie an mehreren Orten in Mailand auf, um auf das Thema Gewalt gegen Frauen hinzuweisen. „Es hat etwas gedauert, doch jetzt explodiert gerade das Interesse an der Kampagne“, sagte eine Sprecherin Palombos am Donnerstag. Die Bilder – unter anderen von Alexandria Ocasio-Cortez und Michelle Obama aus den USA sowie Präsidentenfrau Brigitte Macron aus Frankreich – hängen schon seit November.

Über den Köpfen steht das englische Motto der Aktion „Just because I am a Woman“ (Nur weil ich eine Frau bin). Alexsandro Palombo hatte auch bei früheren Kunst-Events auf das Thema häusliche Gewalt und Diskriminierung aufmerksam gemacht. So setzte er in vergangenen Jahren Hollywoodstars, Comic-Charaktere der Simpsons und Märchenfiguren für seine Arbeiten ein. Die Plakate würden in der norditalienischen Stadt so lange hängen bleiben, bis sie von anderen überklebt würden, sagte die Sprecherin.

(c-st/dpa)