Versteigerung in New York: Malala-Porträt bringt mehr als 100.000 Dollar ein

Versteigerung in New York : Malala-Porträt bringt mehr als 100.000 Dollar ein

Ein Gemäldeporträt der pakistanischen Aktivistin Malala Yousafzai hat bei einer Versteigerung umgerechnet 75.000 Euro erlöst. Das Geld soll an eine nach der 16-Jährigen benannten Stiftung fließen, wie das traditionsreiche Auktionshaus Christie's mitteilte. Demnach stammt das Gemälde vom britischen Künstler Jonathan Yeo.

Ein Taliban-Kämpfer hatte Malala am 9. Oktober vergangenen Jahres im Nordwesten Pakistans auf dem Heimweg von der Schule in den Kopf geschossen und schwer verletzt. Nach mehrmonatiger Behandlung wurde Malala schließlich im März aus einer Klinik im britischen Birmingham entlassen. Die Taliban lehnen die Schulausbildung von Mädchen ab. Sie warfen Malala vor, "westliche Ansichten" zu verbreiten.

Malala lebt inzwischen inBirmingham und geht dort zur Schule. Yeo malte die Teenagerin beim Hausaufgabenmachen. Damit habe er die Ironie deutlich machen wollen, dass ihre "simple Alltagstätigkeit die umwälzende Lebensveränderung hervorbrachte, die sie fast getötet hätte", sagte der Künstler. Als das Bild fertig gewesen sei, habe Malala ihm gesagt: "So sehe ich mich selbst."

Ihre gleichnamige Stiftung will den Verkaufserlös für das Porträt an Nonprofit-Organisationen in Nigeria weitergeben, die die Ausbildung von Frauen und Mädchen fördern. Hintergrund ist die Entführung von mehr als 300 Schulmädchen durch Islamisten in dem Land.

(ap)
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