Köln: Kölner Museum gibt Raubkunst an Erben zurück

Köln : Kölner Museum gibt Raubkunst an Erben zurück

Ende eines jahrelangen Raubkunst-Streits: Die Stadt Köln gibt noch in dieser Woche ein wertvolles Gemälde des österreichischen Malers Oskar Kokoschka an die Erben des jüdischen Kunsthändlers Alfred Flechtheim zurück. Das Gemälde "Portrait Tilla Durieux", dessen Wert auf rund drei Millionen Euro geschätzt wird, befindet sich seit vielen Jahren im Museum Ludwig. Ein Angebot zum Rückkauf des Bildes sei von den Erben abgelehnt worden, teilte das Museum mit. Die Stadt folgt mit der Rückgabe der Empfehlung der beratenden Kommission zur NS-Raubkunst.

Mehr als vier Jahre hatte es Streit um das Bild gegeben. Die Rückgabe an die Flechtheim-Erben sei definitiv, sagte deren Anwalt Markus Stötzel. Der Direktor des Museums Ludwig, Philipp Kaiser, erklärte: "Selbstverständlich respektieren wir den Willen der Erbengemeinschaft, auch wenn wir es sehr bedauern, uns von solch einem wichtigen Werk unserer Sammlung zu trennen." Das Kokoschka-Bild gehörte seit der Gründung des Museums Mitte der 70er Jahre zur Dauerpräsentation des Hauses.

(dpa)
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