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Drei-Millionen-Dollar-Bild: Gestohlenes Matisse-Gemälde aufgetaucht

Drei-Millionen-Dollar-Bild : Gestohlenes Matisse-Gemälde aufgetaucht

Ein als vermisst geltendes wertvolles Gemälde des französischen Künstlers Henri Matisse ist offenbar in einem Luxushotel in Miami wieder aufgetaucht. Ein Pärchen habe versucht, das vor rund zehn Jahren aus einem Museum in der venezolanischen Hauptstadt Caracas gestohlene Bild "Odaliske mit roter Hose" zu verkaufen.

Das berichten US-amerikanische und venezolanische Medien übereinstimmend unter Berufung auf Behörden. Das Paar sei nach Miami im US-Bundesstaat Florida gereist und habe Kontakt zu Interessenten aufgenommen.

Pech für die beiden: Die potenziellen Käufer entpuppten sich als verdeckte FBI-Agenten und nahmen beide fest. Behörden in Miami zufolge haben erste Überprüfungen ergeben, dass das Bild echt sei.

Die Agenten hätten sich als Kunsthändler ausgegeben und 740.000 Dollar (603.000 Euro) für das Bild geboten, teilte das FBI mit. Die Verdächtigen, ein 46-Jähriger aus Miami, und eine 50-jährige Mexikanerin, seien festgenommen worden. Ihnen drohen demnach bis zu zehn Jahre Haft.

Das auf rund drei Millionen Dollar (etwa 2,4 Millionen Euro) taxierte Gemälde aus dem Jahr 1925 war laut FBI vermutlich vor zehn Jahren aus dem Museum für zeitgenössische Kunst in der venezolanischen Hauptstadt Caracas gestohlen worden.

Das Museum selbst wurde jedoch erst 2003 auf den Diebstahl aufmerksam, als es bemerkte, dass das Original durch eine Fälschung ersetzt worden war. Die Diebe versteckten das Gemälde laut FBI jahrelang in Mexiko, bevor sie es nun zu verkaufen versuchten.

(dpa)