Kunstraub: Gestohlener Bischofsstab von Galens ist wieder da

Kunstraub: Gestohlener Bischofsstab von Galens ist wieder da

Der 2009 gestohlene Bischofsstab des früheren Münsteraner Kardinals Clemens August Graf von Galen ist wiedergefunden worden.

Das berichtet die "Recklinghäuser Zeitung" am Samstag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft Wuppertal. Polizei und Staatsanwaltschaft hätten die wertvollen Kunstgegenstände entdeckt und sichergestellt. Auch das ebenfalls entwendete Altarkreuz aus dem Besitz von Galens soll nach Informationen der Zeitung wieder aufgetaucht sein.

Einzelheiten wollen die Ermittler nach den Angaben am Montag in Wuppertal bekanntgeben. Wegen des Raubes wurden im Februar 2011 fünf Männer zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt. Bischofsstab und Kreuz waren in der Nacht vom 29. auf den 30. Juni 2009 aus der Basilika in Essen-Werden gestohlen worden.

Beide Gegenstände waren Teil einer Ausstellung über den früheren Bischof von Münster. Der "Löwe von Münster" (1878-1946), der sich den Nationalsozialisten widersetzt hatte, wurde 2005 seliggesprochen.

Der aus Silber gearbeitete und in der Krümme vergoldete und mit Edelsteinen besetzte Bischofsstab und das Kreuz wurden nach dem Raub in Polen zum Kauf angeboten. Danach verlor sich die Spur. Der Stab war mit 40.000 Euro versichert, das Kreuz mit 4.000 Euro. Der ideelle Wert wird weitaus höher veranschlagt. Das Bistum Münster hatte zur Wiederbeschaffung eine Belohnung von 3.000 Euro ausgesetzt.

(KNA)
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