Renommierter Gegenwartskünstler: Gerhard Richter hält Auktionskunst vielfach für "Müll"

Renommierter Gegenwartskünstler : Gerhard Richter hält Auktionskunst vielfach für "Müll"

Gerhard Richter hält nach eigenem Bekunden den größten Teil der heutigen Auktionskunst für überteuert. Es fehle an echten Kriterien für die Beurteilung des Wertes von Kunstwerken, beklagte der 82-Jährige am Freitag in Basel bei einer internationalen Pressekonferenz. Richter gehört zu den renommiertesten Gegenwartskünstlern.

"Wenn Sie die Auktionskataloge sehen, da wird ja 70 Prozent Müll für teures Geld verkauft", sagte der Maler, Bildhauer und Fotograf. Er fügte hinzu: "Die Kriterienlosigkeit, die ist schon das Härteste dabei."

Dass für seine Werke Millionensummen bezahlt werde, empfinde er zwar als angenehm, denn es zeige, dass er geschätzt werde. Zugleich nannte Richter es aber auch "unerträglich und pervers, dass es solche Unsummen sind".

Die Schweiz ehrt Richter, der zu den teuersten derzeit lebenden Künstlern der Welt zählt, mit der größten Schau seiner Werke, die es jemals in dem Alpenland gab. Die Schau in der Fondation Beyeler in Riehen bei Basel wird an diesem Sonntag eröffnet (bis 7. September).

(dpa)
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