Ausstellung zeigt schwedische Starfotografinnen: Einmal noch und der Elefant wird sauer

Ausstellung zeigt schwedische Starfotografinnen : Einmal noch und der Elefant wird sauer

Sie gehören zur Elite der internationalen Modefotografie: Die Schwedinnen Denise Grünstein, Julia Hetta, Martina Hoogland Ivanow, Julia Peirone und Elisabeth Toll. Mit ihren subtilen, kunstvoll arrangierten oder spielerisch verfremdeten Bildern sind sie nicht nur in der Fashion-Szene präsent, sondern auch in Kunstgalerien und Museen. Die Gruppenausstellung "Different Distances" bündelt die kreative Kraft der fünf Schwedinnen.

Ihre Fotografien sind ein Balanceakt zwischen Kunst- und Modefotografie, tief verwurzelt in Kunst- und Kulturgeschichte und persönlichen Erfahrungen. Sie überbrücken die Differenz zwischen Intimität und Distanz und schaffen Atmosphären, die verzaubern.

Denise Grünstein verbindet Mode und Kunst mühlos: Mit scheinbarer Leichtigkeit schafft sie in ihren eigenwilligen Fotografien den atmosphärischen Übergang von ihrem eignen künstlerischen Werk zu Auftragsarbeiten. Arbeiten, deren Hauptthemen Frauen und Natur sind. Ihr Spielplatz ist eine sonderbare visuelle Welt, machtvoll und zweideutig.

Julia Hettas romantische und zeitlose Bilder, die man aus Publikationen wie "Another Magazine", "Dazed & Confused", "Harpers Bazaar" oder "Elle" kennt, schaffen eine ganz eigene Welt, die von mysteriösen und allwissenden Wesen bewohnt wird. Ein Ort, an dem das Licht immer weich ist, durchdrungen jedoch von einem Gefühl der Ungeduld. Die Farben sind derart gesättigt, die Texturen erscheinen so real, dass man als Betrachter nähertreten und die Bilder berühren möchte.

Martina Hoogland Ivanows Fotografien sind einzigartig. Sie geben dem Betrachter das Gefühl einer sowohl realen als auch poetischen Präsenz, verbunden mit einer bedrohlich-hypnotischen Ästhetik. Jedes Bild gleicht einer Novelle: die Fotografin fängt in ihnen Schatten und Nebel ein, deren Unschärfe genau ihre Stärke ausmacht. Zu ihren Kunden gehören Prada, Miu Miu, Philip Lim und Bergdorf Goodman.

Julia Peirone beherrscht die Kunst, Momente festzuhalten, die jenseits unserer Kontrolle liegen, die so so kurz sind, dass wir sie kaum wahrnehmen können. Ihre Bilder sind oft wenig schmeichelhaft, wie beispielsweise die Serie mit unvorteilhaften Porträts von Teenagern, die sich in der bedeutsamen, häufig dennoch schwierigen Übergangsphase vom Mädchen zur Frau befinden. Einer Phase, in der normalerweise besonders großen Wert auf die eigene Außenwirkung gelegt wird. Ihre Werke sind in allen bedeutenden Sammlungen Skandinaviens vertreten.

Elisabeth Toll sagt: "Wenn es kein Licht gibt, kann ich nichts sehen." Die Fotografien der Wahl-Pariserin, die bereits für die französische, deutsche und russische "Vogue" arbeitete, sind inspiriert von Erinnerungen, Eindrücken und Gefühlen, die sie noch einmal durchlebt und mit uns teilt. Diese Bilder wecken unsere Neugier durch ihre starke Verbindung zur Architektur, gepaart mit einer Prise Surrealismus.

"Different Distances" läuft vom 8. Juni bis 20. Juli
Swedish Photography
Karl-Marx-Allee 62
Berlin

(csr)
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