Düsseldorf: Deutsches Fotoinstitut soll am Ehrenhof eröffnet werden

Finanzierung gesichert : Deutsches Fotoinstitut kommt nach Düsseldorf

Stadt und Land beteiligen sich an den Kosten für den Bau eines zentralen Fotozentrums am Ehrenhof in Düsseldorf. Der Bund hatte dafür am Donnerstagabend bereits 41,5 Millionen Euro bewilligt.

Die Stadt Düsseldorf und das Land Nordrhein-Westfalen beteiligen sich an den Kosten zum Bau eines nationalen Fotoinstituts. Das teilte die Staatskanzlei NRW am Freitagmorgen mit. „Die Landesregierung und die Landeshauptstadt werden ihrerseits die Ko-Finanzierung des Instituts gewährleisten, das einen zentralen Beitrag zur Bewahrung und Vermittlung des nationalen fotografischen Kulturerbes leisten wird“, teilte die Landesregierung mit. Am Donnerstag hatte der Haushaltsausschuss des Bundestages 41,5 Millionen Euro für die Errichtung eines zentralen Fotozentrums in Düsseldorf bewilligt – allerdings sind die Mittel an die Bedingung geknüpft, dass sich Stadt und Land in gleicher Höhe an den Kosten beteiligen. Dafür gibt es nun grünes Licht.

Für das „Deutsche Fotoinstitut Düsseldorf“ soll ein Neubau am Ehrenhof gegenüber dem NRW-Forum und nahe dem Kunstpalast entstehen. Das Zentrum soll einen zentralen Beitrag zur Bewahrung und Vermittlung des nationalen fotografischen Kulturerbes leisten, heißt es von der Landesregierung.

„Die Entscheidung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages ist ein großer Erfolg für Nordrhein-Westfalen und zugleich eine Bestätigung der hier vorhandenen Kompetenzen und Erfahrungen im Bereich der Fotografie“, sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). „Düsseldorf ist ein lebendiges Zentrum der Fotografie und damit ein hervorragender Standort für das bundesweit bedeutsame Projekt.“ Nordrhein-Westfalens Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) verwies auf die Tradition Düsseldorfs als Fotostadt: „In Düsseldorf hat die legendäre Becher-Schule Maßstäbe für die künstlerische Fotografie in Deutschland gesetzt. Viele namhafte Fotografinnen und Fotografen von Weltruhm leben und arbeiten in Nordrhein-Westfalen, weshalb es keinen besseren Ort für das Deutsche Fotoinstitut gibt.“ Auch Fotokünstler Andreas Gursky hatte sich für ein zentrales Fotozentrum in Düsseldorf ausgesprochen und sich dafür auch bei Ministerpräsident Laschet stark gemacht.