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Ausstellung "Boxenstopp bei Gott" in Münster: Deutschlands ungewöhnlichste Autobahnkirchen

Ausstellung "Boxenstopp bei Gott" in Münster : Deutschlands ungewöhnlichste Autobahnkirchen

Anstatt an der Raststätte einen Kaffee zu trinken, nutzen viele Menschen die Pause an der Autobahn für ein kurzes Gebet. Die Designerin Judith Pappe hat die ungewöhnlichsten Autobahnkirchen in Deutschland besucht.

Ein Hinweisschild auf eine Autobahnkirche an der A 57 inspirierte die Kölner Designerin Judith Pappe zu einem neuen Projekt: Sie unternahm eine Reise durch Deutschland, erforschte die ungewöhnlichen Kirchen und porträtierte sie für eine Foto-Reihe. Die Ausstellung "Boxenstopp bei Gott — Pilger auf der Autobahn" wird am Mittwoch, den 20. November, in Münster eröffnet.

Autobahnkirchen gibt es seit über 50 Jahren. Jährlich kommen über eine Million Besucher, um auf der Durchreise kurz ein Gebet einzulegen. Die Drive-In-Kirchen sind zudem ein deutsches Phänomen: Kein anderes Land biete seinen Autofahrern ein so lückenloses Angebot zur inneren Einkehr, so der Theologe Prof. Dr. Thomas Erne vom Institut für Kirchenbau und Kirchenkunst der Gegenwart der Universität Marburg.

Tatsächlich können Menschen in rund 40 Kirchen an deutschen Autobahnen rasten und beten. Entstanden sind sie aus regionalen Initiativen.

(met)