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Kulturtipps zum Wochenende

Kulturtipps zum Wochenende : Der Kaiser, Petronella und Freud lassen grüßen

Von gemütlich bis gruselig. Wir empfehlen einen fröhlichen Familienzeitvertreib, ein spannendes Biopic, eine informative Doku über einen Opernchor und Weihnachtsmärchen in den Theatern der Region.

Für Theater-Freunde Adventszeit ist auch Märchenzeit. Für manche ist da der Theaterbesuch bereits Tradition, für andere sei er als Experiment empfohlen. Die Theater der Region warten am Sonntag, 5. Dezember, gleich mit drei Inszenierungen auf. Das Junge Schauspiel Düsseldorf zeigt um 14.30 und 17 Uhr im Central, Worringer Platz, Charles Dickens’ Klassiker „A Christmas Carol“, in dem der hartherzige Geldverleiher Ebenezer Scrooge eine Wandlung erlebt. Das Musiktheater „Schaf“ ist um 11 Uhr im Theater Mönchengladbach-Rheydt  zu sehen. Zur selben Zeit setzt das Theater in Krefeld Christian Andersens Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ in Szene.

 Robert Finster als Sigmund Freud.
Robert Finster als Sigmund Freud. Foto: Satel Film GmbH/Bavaria Fiction GmbH

Für Thriller-Fans Pickelhauben, Backenbärte und morbides Wien im 19. Jahrhundert. Es wird historisch, es wird düster, gruselig gar, es geht in die Abgründe der menschlichen Seele untermalt von teils schwer verständlichem österreichischen Dialekt. Die Serie „Freud“ von Regisseur Marvin Kren erzählt in einer Mischung aus Biopic und Krimi die Anfänge des jungen Sigmund Freund im Wien des Jahres 1886. Der junge Nervenarzt Sigmund Freud, gespielt von Robert Finster, strebt nach Anerkennung für seine Theorien des Unterbewussten, wird aber für seine Theorien vom medizinischen Establishment verlacht. An der Seite von Medium Fleur Salomé (Ella Rumpf) und dem Kriegsveteranen Alfred Kiss (Georg Friedrich) jagt der Vater der Psychoanalyse einen Serienmörder. Der Mordfall ist fiktiv, die Theorien Freuds nicht vertieft, aber es entspinnt sich eine verzwickte, düstere und unterhaltsame Intrigengeschichte, die im Stil an „Babylon Berlin“ erinnert. Die achtteilige Serien war 2020 auf Netflix zu sehen und ist jetzt bis 22. Dezember in der ZDF-Mediathek zu finden. Link: www.zdf.de/serien/freud

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Für Familien Ein Interview mit der Apfelhexe Petronella Apfelmus, eine vorgelesene Gute-Nacht-Geschichte von der kleinen Spinne Widerlich, eine Bastelanleitung für Blumentopf-Rentiere und für Pädagogen Tipps und Anregungen wie etwa ein Bilderbuchkino. Die Buchstabenbande ist ganz schön praktisch veranlagt und kunterbunt vielseitig. Kleine Kinder finden da Vorlese-Geschichten und Lieder. Grundschulkinder können dort nach Rezepten und Spielen stöbern oder einen Podcast hören. Eltern und Pädagogen erhalten Tipps zum Basteln und Ideen für den Unterricht passend zur Jahreszeit. Im digitalen Zuhause der Spinne Widerlich und des Happaflapp, von Greg, Petronella Apfelmus, Laura und anderen Kinderbuchhelden geht es sehr trubelig, aber pädagogisch wertvoll und professionell zu. Dahinter stehen die Verlage Baumhaus und Boje. Wer ein Unterhaltungsprogramm für Daheim sucht, kann dort gut fündig werden. Die Angebote sind auf auch Youtube und Instagram zu finden. Link: www.buchstabenbande.com

Für Operngänger Was ist eigentlich ein Opernchor? Und wie arbeitet er? In einem kleinen Dokumentarfilm gibt das Theater Krefeld-Mönchengladbach Einblicke in die Arbeit seines Opernchors. Alle 32 Sängerinnen und Sänger haben ein abgeschlossenes Gesangsstudium und müssen sehr flexibel sein für ihre Einsätze in Oper, Operette und Musical. Bedingt durch die Corona-Pandemie wird der Opernchor aktuell anders und in kleineren Formationen eingesetzt als sonst. Demnächst, am 12. und 21. Dezember, präsentiert sich der Chor auch live in einem Extra mit Weihnachtsliedern für die ganze Familie. In der zwölfminütigen Doku kommen neben Chordirektorin Maria Benyumova Chormitglieder aus allen vier Stimmgruppen zu Wort. Die Doku ist auf der Theater-Homepage www.theater-kr-mg.de zu sehen.