1. Kultur

Köln macht sich lächerlich

Köln macht sich lächerlich

Mit der vorübergehenden Idee, einen Generalintendanten zu installieren, ist Köln das traurige Kunststück geglückt, gleich beide erfolgreiche Intendanten in der Stadt zu brüskieren. Erst tat man so, als könne man die gefeierte Schauspielchefin Karin Beier gar nicht schnell genug loswerden.

Nun ist der Opernchef der große Verlierer. Er muss jetzt damit leben, Karin Beier vollmundig Regiearbeiten im eigenen Haus angeboten zu haben. Außerdem weiß er immer noch nicht, in welches Ausweichquartier er mit der Oper ziehen kann. Die Stadt muss ihm nun möglichst schnell zusichern, dass er wie gewünscht den Musical Dome bekommt. Sonst wird der Opernchef Köln mit Sicherheit verlassen. Dann hätte die Stadt ohne Not einen verdienten Künstler vertrieben, nur um bei den Interimspielstätten zu sparen. Das ist vor allem darum lächerlich, weil Köln für den Neubau eines Theaterzentrums ein Vielfaches hätte ausgeben müssen. Zur Erinnerung: Verhindert hat das Karin Beier. Dorothee Krings

(RP)