Les Vents Français spielen in der Tonhalle Französische Winde für Mozart und Verdi

Düsseldorf · Sechs weltberühmte Musiker treten seit Jahren im Ensemble Les Vents Français auf. Nun kommen sie mit einem erlesenen Programm in die Tonhalle.

Die Musiker (v.l.) Emmanuel Pahud, Gilbert Audin, Eric Le Sage, Radovan Vlatkovic, Paul Meyer und François Leleux in Salzburg.   Foto: Tonhalle/­Lienbacher

Die Musiker (v.l.) Emmanuel Pahud, Gilbert Audin, Eric Le Sage, Radovan Vlatkovic, Paul Meyer und François Leleux in Salzburg. Foto: Tonhalle/­Lienbacher

Foto: Tonhalle/Wolfgang Lienbacher

Das Motto des kommenden Kammerkonzerts am 22. April in der Tonhalle atmet eine gewisse Großzügigkeit. Es musizieren Les Vents Français, also die französischen Winde, dabei sind von den fünf weltberühmten Bläsern, die sich unter diesem zugkräftigen Label vereint haben, nur drei echte Franzosen – Emmanuel Pahud (Flöte) dagegen ist Schweizer, Radovan Vlatkovic (Horn) ist Kroate. Aber das macht nichts, mit ihren Kollegen Paul Meyer (Klarinette), François Leleux (Oboe) und Gilbert Audin (Fagott) atmen sie seit vielen Jahren französischen Geist und kümmern sich intensiv um französische Bläserliteratur, beispielsweise von Maurice Ravel, Francis Poulenc, Darius Milhaud, Albert Roussel und André Caplet. Und wenn ein Pianist erforderlich ist, wird der Landsmann Eric Le Sage hinzugebeten.

Großzügig muss auch der Hörer sein, der diese Komponisten erwartet, denn es gibt einen Luxus der Produktenttäuschung, für den man schon wieder dankbar sein kann. Die sechs Herren spielen in der Tonhalle nämlich Kompositionen von Giuseppe Verdi (das eindrucksvolle Bläserquintett e-Moll als Bearbeitung des Streichquartetts e-Moll), Mozarts zauberhaftes Klavierquintett Es-Dur und nach der Pause das herrliche, aber selten im Konzert erklingende Sextett B-Dur op. 6 für Klavier, Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott des Spätromantikers Ludwig Thuille (1861 bis 1907).

Unzweifelhaft französischer Herkunft und in diesen Tagen theologisch passgenau ist das moderne Werk des Abends: das „Osterlied“ des 1948 geborenen Philippe Hersant, das eigens für die sechs Musiker von Les Vents Français komponiert wurde.

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