Johannes Vermeer: Alle Werke des Malers jetzt im virtuellen Museum bestaunen

Maler des „Mädchens mit dem Perlenohrring“: Hier gibt es alle Werke von Vermeer auf einmal zu sehen

Hört man den Namen Johannes Vermeer, kommt gleich das „Mädchen mit dem Perlenohrring“ in den Sinn. Doch der Maler hatte noch weitere Klassiker. Alle erhaltenen Vermeer-Werke gibt es jetzt zu bestaunen - in einem digitalen Museum.

Würde man eine Umfrage zum Thema „Klassiker der Kunstgeschichte“ machen, wäre das „Mädchen mit dem Perlenohrring“ sicher unter den Top Ten der Angaben zu finden.

Doch Schöpfer Johannes Vermeer hat nicht nur das oder die „Dienstmagd mit dem Milchkrug“ gezeichnet. Insgesamt sind heute noch 36 Gemäld er halten. Und genau diese gibt es alle auf einmal zu bestaunen- in einem digitalen Museum weltweit und kostenlos.

Der virtuelle Rundgang zu den Werken des niederländischen Meisters wurde durch die Zusammenarbeit von 18 Museen und Privatsammlungen in sieben Ländern mit der Webanwendung Google Arts & Culture ermöglicht.

Das internationale Projekt ist am Montag im Den Haager Mauritshuis vorgestellt worden, das mit dem „Mädchen mit dem Perlenohring“ das wohl berühmteste aller Gemälde des Delfter Meisters beherbergt. Neben dem New Yorker Metropolitan Museum of Art, dem Kunsthistorischen Museum in Wien, der National Gallery in London und weiteren Kunsttempeln beteiligten sich auch die Gemäldegalerie Berlin und die Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden - unter anderem mit den Werken „Junge Dame mit Perlenhalsband“ und „Brieflesendes Mädchen am offenen Fenster“.

Die App mit dem Titel „Meet Vermeer“ ermöglicht über Computer, Tablet oder Smartphone unterschiedliche Zugänge zu den Gemälden - man kann sie an den Orten besuchen, wo sie heute beheimatet sind, oder sie in einem einzigen fiktiven Museum betrachten und dabei so vergrößern, dass Details erkennbar werden, die dem bloßen Auge sonst verborgen bleiben. „Dies ist einer der Momente, wo Technologie etwas schafft, was im realen Leben niemals möglich wäre“, sagte Mauritshuis-Direktorin Emilie Gordenker der „New York Times“. Mehrere Vermeer-Werke gelten heute als so fragil, dass Experten allein schon deshalb eine Ausstellung aller 36 Originale als nicht realisierbar ansehen.

(mja/dpa)
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