Ausstellung in Berlin: Fotos inszenieren das Phänomen James Dean

Ausstellung in Berlin : Fotos inszenieren das Phänomen James Dean

Berlin (rpo). James Dean - das Jugendidol mit dem unwiderstehlichen Blick. Phil Stern lichtete ihn ab, lässig auf dem Motorrad sitzend, den Kragen der Lederjacke hochgeschlagen und die Zigarette im Mundwinkel. Dies ist eine der insgesamt 150 Schwarz-Weiß-Fotografien, mit denen sich die Galerie Camera Work in Berlin ab Samstag dem Phänomen James Dean nähert.

Dazu kommen noch Fotografien, die Dean selbst mit seiner Kamera aufnahm. Die ist dann auch in einer extra Vitrine ausgestellt. Präsentiert wird neben Filmplakaten zudem einer seiner geliebten Rennwagen: Ein silberner Porsche 356 Speedster - allerdings ist das Exponat nur eine Replik.

Im Mittelpunkt der Schau stehen jedoch die Aufnahmen der drei international renommierten Fotografen Roy Schatt, Dennis Stock und Phil Stern. Sie zeigen, warum Dean auch heute noch - 50 Jahre nach seinem Tod - als Jugendidol, Rebell und Prototyp des verletzbaren Außenseiters verehrt wird.

Wie er da mit breiter Brust und hoch gestylten Haaren durch die Straßenschluchten New Yorks marschiert, sich lasziv auf einem Sofa rekelt oder auf einem Baugerüst selbst Fotos macht, wirkt einfach unglaublich cool. Zu sehen ist auch ein zufrieden wirkender James Dean im Dezember 1954 kurz nach Abschluss der Dreharbeiten zu "Jenseits von Eden", ein entspannt wirkender James Dean auf der Ranch seines Onkels, ein ernst wirkender James Dean am Times Square in New York.

Tod bei einem Autounfall

Die ausgestellten Fotografen wissen Dean zu inszenieren. Sie zählen zu den besten ihres Fachs: Schatt lichtete Schauspieler wie Paul Newman, Marilyn Monroe oder Tennessee Williams ab, Stocks Arbeiten von Jazz- und Blues-Größen wie Billie Holiday oder Duke Ellington waren in den großen Museen in aller Welt ausgestellt, Stern machte Porträts unter anderem von Marlon Brando, Marlene Dietrich, Humphrey Bogart, John Wayne oder Alfred Hitchcock.

James Dean wurde am 8. Februar 1931 in Indiana geboren. Nach dem frühen Tod der Mutter wuchs er auf einer Farm bei Verwandten auf. Berühmt wurde er durch seine Rollen in den Filmen "Jenseits von Eden" (1955), "Denn sie wissen nicht was sie tun" (1955) und "Giganten" (1956). Neben seiner Arbeit vor der Kamera entwickelte er eine große Leidenschaft für Autorennen, an denen er mit seinem Porsche 356 Super Speedster teilnahm.

Von der Gage für "Giganten" kaufte er sich unmittelbar nach Ende der Dreharbeiten einen Porsche 550 Spyder. Einige Tage später, am 30. September 1955, verunglückte James Dean bei einem Verkehrsunfall auf dem Weg zu einem Rennen - und wurde dann zur Kultfigur der Jugendlichen.

Die Ausstellung "James Dean - Photographien" ist bis zum 3. Oktober zu sehen. Geöffnet ist dienstags bis samstags von 11 bis 18 Uhr.

(ap)
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