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"Twilight"-Stars im Interview: "Wir waren eine solide Familie"

"Twilight"-Stars im Interview : "Wir waren eine solide Familie"

Mit "Breaking Dawn – Teil 2" geht die "Twilight"-Saga zu Ende. Hauptfigur Bella muss ihr junges Familienglück gegen allerlei Angriffe verteidigen. Im Gespräch mit unserer Redaktion erzählen Taylor Lautner, Kristen Stewart und Robert Pattinson, wie sie den Abschied von der Vampir-Saga erleben.

Mit "Breaking Dawn — Teil 2" geht die "Twilight"-Saga zu Ende. Hauptfigur Bella muss ihr junges Familienglück gegen allerlei Angriffe verteidigen. Im Gespräch mit unserer Redaktion erzählen Taylor Lautner, Kristen Stewart und Robert Pattinson, wie sie den Abschied von der Vampir-Saga erleben.

Kristen Stewart, Ihre Figur Bella ist im letzten "Twilight"-Teil verändert — sie ist nun Mutter und Vampirin. Wie haben Sie in die Rolle gefunden?

Stewart Was die Vampire so besonders macht, sind genau die Eigenschaften und Talente, die sie schon als Menschen ausgezeichnet haben. Bella habe ich dreieinhalb Jahre als Mensch gespielt und habe sie immer als sehr ausgeprägte, differenzierte Figur empfunden. Daher fühlte es sich sehr natürlich an, sie jetzt als Fantasie-Wesen zu spielen. Sie ist im Kern noch dieselbe, daher fühlte sich ihre Wandlung für mich nie befremdlich an.

Robert Pattinson, auf Sie fliegen die Fans am meisten. Haben Sie sich je ans Ausmaß Ihres Ruhms gewöhnt?

Pattinson Schlimmer wär's, wenn wir gar keine Fans hätten! (schmunzelt). Ich kann's noch immer nicht fassen, dass wir so eine stabile Fangemeinde haben. Und das weltweit. Und überall verhalten sich die Fans gleich . . .

. . . sie kreischen.

Pattinson Sie sind großartig, sie sind loyal und unterstützen uns, wo immer sie können. Ihre Zuneigung hat die ganze Verrücktheit für uns um einiges einfacher gemacht. Es tat gut zu wissen, dass man gemocht wird.

Nun geht die Saga "Twilight" wirklich zu Ende. Wie erleben Sie das?

Lautner Einerseits hat "Twilight" einen langen Teil unseres Lebens bestimmt und uns viel bedeutet. Andererseits flog die Zeit. Den eigentlichen Dreh haben wir schon vor fast zwei Jahren beendet. Wir waren also schon länger fertig, nur der Film nicht. Komisch, dass es jetzt vorbei sein soll.

Wie blieben Sie drei über die langen Drehpausen in Kontakt? Wer rief wen an? Oder blieb's bei den guten Vorsätzen?

Stewart Wir waren ein großes Team, 25 oder 30 Leute. Sich Sonntag Mittag an einen Tisch zu setzen, war da nicht drin. Aber man verbrüdert sich, wird wirklich zum Team, wenn man etwas mit so viel Liebe macht. Wir hatten aber auch Glück, denn es war kein einziger Idiot dabei.

Das hört man oft, dass ein Filmteam sich als Familie bezeichnet.

Stewart Zu oft sicher. Aber bei uns war's wahr, und wir waren eine ver-dammt solide Familie! Selbst jetzt neben diesen Jungs zu sitzen, bewirkt, dass ich mich sehr stark fühle.

Der Film endet mit einer handfesten Überraschung, die vom Buch abweicht. Was halten Sie davon?

Pattinson Ich war selbst überrascht und dachte: "So also will Stephenie Meyer diese Bücher beenden?" Bei Teil eins gingen wir noch relativ frei mit dem Text um und dichteten auch mal was um. Aber je größer das Phänomen "Twilight" wurde, desto mehr wurden die Romane zur Bibel. Etwas zu verändern wurde immer undenkbarer, selbst wenn der Satz uns leichter von der Zunge gegangen wäre. Am Ende hätten mich die Fans sicher bei lebendigem Leib aufgefressen, wenn ich den Text angerührt hätte.

Stewart Ich habe Stephenie gefragt, ob es ihr gefällt, am Ende so sehr von ihrer eigenen Geschichte abzuweichen. Sie meinte, für sie wäre es nur ein winziges Detail, darüber könne sie entspannt hinweg sehen.

Was waren Ihre Lieblingssätze in der gesamten "Twilight"-Saga?

Lautner Am besten gefiel's mir zu Robert zu sagen: "Ich bin ein viel heißerer Typ als Du!" Das fand ich sehr witzig.

Pattinson Das war der lustigste Text. Genau wie die Szene, als Kristen zu mir sagt: "Du bist schön." Da hätte ich am liebsten gesagt: "Sei still!" (lacht) In der Szene sollte ich noch mein Hemd ausziehen, aber nach einem Take sagte die Regisseurin: "Ach, lass' es doch lieber an!"

Spannend war Ihr Auftritt vor unzähligen Fans in der Münchner Olympiahalle. Sie wirkten überwältigt, auch unsicher, stimmt das?

Pattinson München war wirklich unglaublich, das empfinde ich immer noch so. Es war vielleicht das surrealste Erlebnis, das wir je hatten. "Twilight" war ja mein erster US-Film. Ich war mir gar nicht sicher, ob ich überhaupt Schauspieler werden will.

"Twilight" hat großen Einfluss auf Ihr Leben genommen. Würden sie ihre Rollen wieder übernehmen?

Pattinson Ich würde noch mal unterschreiben.

Stewart Schon seltsam, man tut so, als sei man jemand anderes und lässt sich dabei filmen. Aber ich würde diese Erfahrung gegen nichts auf der Welt eintauschen.

Mariam Schaghaghi führte das Interview.

Hier geht es zur Bilderstrecke: "Twilight - Breaking Dawn 2" Szenenbilder

(RP/sap/csi/top)