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Star Wars 7: Warum die Saga etwas Besonderes ist

"Star Wars" : Die größte Saga unserer Zeit

Am Donnerstag kommt "Star Wars – Das Erwachen der Macht" auf die Leinwand. Für Fans ist der Krieg der Sterne mehr als nur Kino. Die Erwartungen sind riesig.

Am Donnerstag kommt "Star Wars — Das Erwachen der Macht" auf die Leinwand. Für Fans ist der Krieg der Sterne mehr als nur Kino. Die Erwartungen sind riesig.

Um zu erklären, was "Star Wars" für Fans weltweit bedeutet, muss man keine Sekunde der Filmreihe zeigen, keine Zeile der Handlung kennen. Man muss nur das Video anschauen, das Bryan ins Internet gestellt hat. Sehen, wie es ihn berührt, neue Szenen der Saga zu sehen, die sein Leben begleitet und geprägt hat. Man bekommt eine Ahnung davon, was es für viele Millionen Menschen weltweit bedeutet, wenn Regisseur J. J. Abrams am 17. Dezember ein neues Kapitel im Krieg der Sterne aufschlägt. Allein in Deutschland sind mehr als eine halbe Million Karten im Vorverkauf über die Kinotheke gegangen. Rekord, natürlich.

Als der erste Teil von "Star Wars" als Episode IV im Jahr 1977 in die Kinos kommt, dominieren Filmemacher wie Francis Ford Coppola, Stanley Kubrick und Martin Scorsese die Leinwände. Das Kino reflektiert eine politisch aufgeladene Zeit, der Vietnam-Krieg steckt noch in den Köpfen der Menschen. Science-Fiction findet häufig nur in der Nische statt — zumeist als Dystopie wie Kubricks "2001 — Odyssee im Weltraum". "Star Wars"-Schöpfer George Lucas bricht die geltenden Filmgesetze auf und schafft das Popcorn-Kino, das in seinen Grundsätzen bis heute fortbesteht.

Dabei ist schon die Form ungewöhnlich: Lucas legt die Geschichte von Anfang an auf mehrere Episoden aus. Er hat eine Vision, die er bereit ist, gegen alle Widerstände durchzusetzen. Das Studio glaubt nicht an den Erfolg, ein Teil des Teams ebenfalls nicht. "Da rannte ein großer Typ im Hundekostüm herum. Es war lächerlich", sagt Harrison Ford. Wenig später wird der haarige Wookie Chewbacca (Peter Mayhew) zum Fan-Liebling.

"Star Wars" erzählt die Heldenreise der klassischen Mythologie, erst die Luke Skywalkers (Mark Hamill), dann die des jungen Anakin Skywalker (Jake Lloyd, Hayden Christensen). Unfreiwillige Helden, die vom Leben auf eine Reise geschickt werden. Zu Aufgaben berufen, die größer sind, als sie selbst. In einen Kampf Gut gegen Böse, der am Ende doch im Duell des Vaters gegen den Sohn gipfelt.

Weil Lucas 1977 viele Dinge anders machen möchte, macht er sie einfach selbst. Mit "Industrial Light and Magic" führt er die Spezialeffekte in ein neues Zeitalter. Damit sich die Filme auch anhören, wie er es möchte, gründet er die Abteilung Skywalker Sound. Der Klang setzt neue Maßstäbe. Tontechniker Ben Burtt macht aus Alltagsgeräuschen Magie. Das Surren des Lichtschwerts ist die Mischung aus einem alten Universitäts-Projektor und dem Geräusch, das ein Live-Mikrofon macht, wenn man an einem alten Röhrenfernseher vorbeiläuft. Nur wenige Sechsjährige dürften die alten Kisten noch aus eigener Anschauung kennen. Das Summen des Lichtschwerts kennen sie garantiert.

John Williams komponiert den Soundtrack und ist damit für einen maßgeblichen Teil der Filmseele verantwortlich. Von der ersten Note des Titelthemas über den imperialen Marsch bis zum Lied der Cantina-Band. Es sind die Melodien von Williams, die "Star Wars"-Fans auf der ganzen Welt die Gänsehaut über den Rücken treiben, wenn sie auch nur angespielt werden.

"Wie kann etwas solchen Erwartungen gerecht werden?", fragt Regisseur J. J. Abrams. Auf ihm ruhen die Hoffnungen von Millionen Fans. Einen Teil des Nachwuchses wird wohl erst er zu Fans machen. Fans wie Bryan Young, dem schon ein neuer Trailer die Tränen in die Augen treibt. Im Video sitzt eben ihm sein Sohn, der auch auf den Bildschirm starrt.

Er hat ihn Anakin genannt.

Die besten Bilder aus "Star Wars" sehen Sie hier in einer Fotostrecke

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