Star Trek-Doku "What We left Behind" am 26.Juni in vielen NRW-Kinos

Am 26. Juni : Einmaliges Kino-Erlebnis für „Star Trek“-Fans

25 Jahre nach dem Start von „Star Trek: Deep Space Nine“ kommt eine grandiose Dokumentation ins Kino – aber nur am Mittwoch, 26. Juni.

(tojo) 150.000 Dollar wollte Ira Steven Behr per Crowdfunding einsammeln für eine Doku über „Deep Space Nine“ (1993-1999), die dritte und wohl beste aller „Star Trek“-Serien, die er entscheidend geprägt hatte. Der Mann mit dem bunt gefärbten Bart hatte Sorge, an diesem Ziel zu scheitern, doch das stellte sich als unbegründet heraus: Nach kaum 24 Stunden war die Hürde genommen, insgesamt investierten begeisterte Fans 647.891 Dollar (rund 570.000 Euro). Die so finanzierte Dokumentation „What We Left Behind: Looking Back at Deep Space Nine“ zelebriert die Serie anhand von teils technisch aufgebohrten Original-Szenen, vor allem aber werden in 130 kurzweiligen Minuten ihre Entstehung und ihr Erbe beleuchtet. Gedankenspiele des damaligen Autorenteams zu einer achten Staffel sind das i-Tüpfelchen.

Das Besondere: Der Film ist derzeit weder auf DVD erhältlich noch über einen Streamingdienst. Stattdessen läuft er am Mittwochabend einmalig im Kino, etwa in der UCI Kinowelt Düsseldorf, Duisburg und Neuss, im Cinemaxx Krefeld sowie im Cineplex Leverkusen.

Der Dokumentarfilm ist das Gegenteil von Geldmacherei auf dem Rücken gutgläubiger Fans, nämlich eine herzenswarme Würdigung der düsteren Serie, die sich anhand vielschichtiger Charaktere mit Religion, Terror, Krieg und Genozid auseinandersetzte. „Film noir im Weltall“ lautete seinerzeit eine populäre Umschreibung, mit der Etablierung großer Handlungsbögen, wie sie heute Standard sind, setzte „Deep Space Nine“ Maßstäbe.

Die fast 50 mitwirkenden Interviewpartner strahlen Spaß und Selbstironie aus. Dass von Captain Benjamin Sisko (Avery Brooks) nur Archivmaterial zu sehen ist, weil der Schauspieler befand, von ihm sei alles gesagt, ist schade, fällt aber kaum ins Gewicht. Für „Star Trek“-Fans ist die Doku ein Muss; sie bietet tiefe Einblicke in ein zu Unrecht unterbewertetes Juwel der TV-Geschichte.

(tojo)
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