"Und nebenbei das große Glück": Sophie Marceau bringt den Glanz

"Und nebenbei das große Glück" : Sophie Marceau bringt den Glanz

Die französische Liebeskomödie "Und nebenbei das große Glück", die gerade in den deutschen Kinos anläuft, ist in ihrer Geschichte vorhersehbar. Die Hauptdarsteller Sophie Marceau und Gad Elmaleh funktionieren und harmonieren aber als ungleiches Paar, nicht zuletzt dank der wunderbaren Sophie.

Die französische Liebeskomödie "Und nebenbei das große Glück", die gerade in den deutschen Kinos anläuft, ist in ihrer Geschichte vorhersehbar. Die Hauptdarsteller Sophie Marceau und Gad Elmaleh funktionieren und harmonieren aber als ungleiches Paar, nicht zuletzt dank der wunderbaren Sophie.

Sacha ist ein klassischer Vertreter des Männertyps "überzeugter Junggeselle". Eine langfristige Beziehung, Kinder und ein Haus, passen gar nicht in das Lebenkonzept des Musikers. Der Jazz-Pianist pendelt lieber zwischen Hotel-Mama und One-Night-Stands hin und her - doch dann lernt er Charlotte kennen, und alles ändert sich.

Kinder sind Sascha ein Gräuel, um die Schmutzwäsche des Mittvierzigers kümmert sich immer noch seine Mutter, und seine One-Night-Stands organisiert sich der Jazzpianist in einem Club. Und wenn mal wieder Ebbe in der Kasse ist, komponiert er auf die Schnelle die Musik für einen Werbeclip.

Auf den ersten Blick vorhersehbar

Doch weil Sacha (Gad Elmaleh) nicht nur ein charmanter Bohemien ist, sondern auch Hauptfigur in einer französischen Romantikkomödie, wird in "Und nebenbei das große Glück" sein bewährtes Lebensmodell nach wenigen Filmminuten auf den Kopf gestellt.

Regisseur James Huth, der zusammen mit seiner Frau Sonja Shillito auch das Drehbuch verfasste, lässt Sacha kurzerhand die Frau fürs Leben in Gestalt von Charlotte vor die Füße fallen. Ein Blick, und auch wir Zuschauer wissen, dass die beiden füreinander geschaffen sind. Nach einem kurzen verbalen Schlagabtausch nehmen sie gleich den direkten Weg ins Bett.

Dann folgt für Sacha postwendend die Ernüchterung: Die Frau seiner Träume, gespielt von Sophie Marceau aus "La Boum" und "LOL", ist Mutter von drei Kindern, lebt von ihrem Mann getrennt, ist aber keineswegs geschieden. Schlimmer noch: Sachas Rivale, der steinreiche Großindustrielle und Schwerenöter Alain Posche (François Berléand), ist zugleich auch einer seiner wichtigsten Auftraggeber.

Leichte Komödie mit toller Besetzung

Das junge Glück wird so gleich mehrfach auf die Probe gestellt. Während Sacha zunehmend Freude daran findet, seine Stiefkinder in spe zu bespaßen und sich bereits ein gemeinsames Leben mit Charlotte herbei fantasiert, vernachlässigt er mehr und mehr seine beruflichen Verpflichtungen.

Mit seiner überraschenden Wandlung zum Familientier setzt er auch das Gelingen eines Broadway-Show-Projektes aufs Spiel, und damit zugleich die Karrierepläne seines besten Freundes und Kompagnons Laurent (Maurice Barthélémy).

Charlotte wiederum muss fürchten, den ganz auf sie zugeschnittenen Job in der Kunststiftung ihres Mannes - und damit auch ihren gehobenen Lebensstandard - zu verlieren. Zudem setzt ihr Fast-Ex-Gatte alles daran, hinterrücks ihre neue Liaison zu hintertreiben.

Die Geschichte klingt absehbar und ist es auch. Dass Gad Elmaleh, einer der beliebtesten Komiker Frankreichs, und Sophie Marceau als Paar perfekt harmonieren, hilft allerdings über so manch dramaturgische Schwäche und Albernheit dieser ansonsten beschwingten Komödie hinweg. Gerade die wunderbare Sophie Marceau bringt Glanz und Klasse auf die Leinwand.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Sophie Marceau glänzt in "Und nebenbei das große Glück"

(APD)