„Rub & Tug“: Scarlett Johansson gibt Rolle in Trans-Drama auf

„Rub & Tug“: Scarlett Johansson gibt Rolle in Trans-Drama auf

Hollywoodstar Scarlett Johansson hat nach scharfer Kritik eine Filmrolle als Transgender-Mann abgesagt. Es ist nicht das erste Mal, dass die 33-Jährige im Mittelpunkt einer Debatte steht.

Ihre Entscheidung teilte die Schauspielerin am Freitag dem Magazin „Out“ mit, das sich vor allem an homo- und bisexuelle Menschen in den USA richtet. Aus dem Film „Rub & Tug“ ziehe sie sich „im Lichte jüngster ethischer Fragen“ rund um ihre Besetzung zurück, schrieb Johansson weiter. Erst vergangene Woche hatte die 33-Jährige bekanntgegeben, in dem in den 70er und 80er Jahren in Pittsburgh spielenden Streifen Dante „Tex“ Gill zu verkörpern - den Kopf eines Prostitutionsrings, der als Lois Jean Gill geboren wurde, sich aber als Mann identifizierte.

Etliche Transgender-Schauspieler und deren Fürsprecher nahmen an Johanssons Besetzung Anstoß und forderten, die Rolle müsse an einen der ihren gehen.

In ihrer jüngsten Erklärung lenkte Johansson ein. „Unser kulturelles Verständnis von Transgender-Menschen schreitet voran, und ich habe viel von der Gemeinschaft gelernt, seitdem ich meine erste Stellungnahme über meine Besetzung abgab“, schrieb sie. Ihr sei nun bewusst, dass sie unsensibel gewesen sei. Sie hege „große Bewunderung und Liebe für die Transgemeinde.“ Sie sei dankbar, dass die Debatte über ihre Besetzung eine breiter angelegte Diskussion über Vielfalt und Repräsentation im Film ausgelöst habe.

Johansson stand bereits in der Kritik, weil sie in dem auf einen japanischen Manga beruhenden Film „Ghost in the Shell“ von 2017 eine Figur verkörperte, die ursprünglich in Asien verortet wird. Der Regisseur des Films, Rupert Sanders, soll auch bei „Rub & Tug“ Regie führen. Ob das Projekt nach dem Ausstieg Johanssons umgesetzt wird, ist aber unklar.

(csi/dpa)