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Bekannter DDR-Mime: Rolf Hoppe: Der Bösewicht wird 75

Bekannter DDR-Mime : Rolf Hoppe: Der Bösewicht wird 75

Berlin (rpo). Rolf Hoppe ist bekannt als Bösewicht. Weltruhm erlangte er durch seine Darstellung Hermann Görings in dem Kinofilm "Mephisto" (1981). Zuletzt war er allerdings als Rabbiner in dem Kinofilm "Alles auf Zucker!" zu sehen. An seinem 75. Geburtstag, den der bekannte DDR-Schauspieler am Dienstag feiert, kann er erfolgreich auf mehr als 220 Filme und 200 Bühnen-Rollen zurückblicken.

Hoppe wurde am 6. Dezember 1930 in Ellrich im Harz geboren. Nach einer Bäckerlehre studierte er Schauspiel in Erfurt. Nach seinem Abschluss bekam er jedoch eine Stimmlippenlähmung, so dass er als Tierpfleger in einem Zirkus arbeitete. Am Theater der Jungen Garde Halle gelang ihm später der Neuanfang. Es folgten Engagements in Greifswald, Leipzig und Gera. Ab 1961 spielte Hoppe am Staatstheater Dresden, von 1971 bis 1975 am Deutschen Theater Berlin, dann kehrte er als freier Künstler nach Dresden zurück.

Im Laufe seiner Bühnenkarriere mimte der Pferdenarr nahezu alle klassischen Figuren der Weltliteratur. Neben seinen Theaterverpflichtungen filmte er ab 1963 bei der DEFA und beim DDR-Fernsehen. Der Vielspieler mit der gedrungenen Statur war meist auf die Rolle des Schurken festgelegt. Zu sehen war er unter anderem in Filmen wie "Frühlingssinfonie", "Die Grünstein-Variante", "Ein Chinese sucht seinen Mörder", "Siamesische Hunde", "Schtonk!" und "Comedian Harmonists".

In den 90er Jahren lag der Schwerpunkt von Hoppes Schaffen auf Fernsehproduktionen. Er stand für die ARD-Serie "Alles Glück dieser Erde" vor der Kamera und wirkte in zahlreichen "Tatort"-Folgen mit.

Hoppe selbst will aus seinem Geburtstag kein Aufheben machen. "Ich bin ein Stiller. Man ist leise auf die Welt gekommen und geht auch wieder leise", sagte er jüngst in einem Interview.

(afp)