Dokumentation geplant: Robert Redford dreht über Watergate-Skandal

Dokumentation geplant : Robert Redford dreht über Watergate-Skandal

Hollywood-Star Robert Redford widmet sich erneut dem Watergate-Skandal. Redford werde einen Dokumentarfilm über die Affäre drehen, die 1974 zum Rücktritt von US-Präsident Richard Nixon führte, sagte ein Sprecher des US-Senders Discovery Channel am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.

Redford hatte bereits 1976 in dem Spielfilm "Die Unbestechlichen" den "Washington Post"-Journalisten Bob Woodward gespielt, der den Watergate-Skandal zusammen mit seinem Kollegen Carl Bernstein aufgedeckt hatte.

Die Affäre ist nach dem Watergate-Gebäude in Washington benannt, in dem sich die Wahlkampfzentrale der Demokratischen Partei befand. Im Sommer 1972 brachen dort fünf Männer ein, um Abhörmikrofone in den Büros anzubringen. Ihre Spur führte auf direktem Weg ins Weiße Haus, zum Wahlkampfteam der Republikaner und zum damaligen Präsidenten Nixon. Material gegen das Weiße Haus lieferte in der Affäre eine als "Deep Throat" bekannte Quelle, die sich erst 2005 als der frühere Vize-Chef der US-Bundespolizei FBI, Mark Felt, entpuppte.

Die "New York Times" berichtete, dass die zweistündige Dokumentation den Titel "All the Presidents Men Revisited" tragen soll - in Anlehnung an den Originaltitel des Spielfilms "All the Presidents Men". Der Film solle 2013 auf dem Discovery Channel ausgestrahlt werden. Im Mittelpunkt der Doku solle das Erbe von Watergate stehen, sagte Woodward der Zeitung.

"Was verstehen wir? Was sind einige der Lektionen?", sagte der Journalist, der zum Autor von politischen Bestseller-Büchern avancierte. In dem Dokumentarfilm solle besonders die Rolle des Informanten Felt beleuchtet werden.

(AFP)
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