Oscars 2018: Was meint Frances McDormand mit "Inclusion Rider"?

Oscars 2018: Was meint Frances McDormand mit "Inclusion Rider"?

Frances McDormand hat den Oscar als beste Hauptdarstellerin gewonnen - und den meisten Zuschauern ein Rätsel aufgegeben: Am Ende ihrer Dankesrede sprach sie die Worte "Inclusion Rider" – und kaum jemand weiß, was das bedeutet. Hier die Lösung.

Frances McDormand hat den Oscar als beste Hauptdarstellerin gewonnen - und den meisten Zuschauern ein Rätsel aufgegeben: Am Ende ihrer Dankesrede sprach sie die Worte "Inclusion Rider" — und kaum jemand weiß, was das bedeutet. Hier die Lösung.

Im Netz machte schnell der Hashtag #inclusionrider die Runde. Vor Journalisten erklärte McDormand nach ihrem Gewinn, was sie mit diesen Worten meinte.

Es gehe um eine Klausel in Verträgen, dass man bei der Besetzung von Rollen oder der Anstellung von Mitarbeitern bei Drehs mehr Vielfalt verlangen könne. Sie selbst habe von der Existenz dieser Klausel erst vergangene Woche erfahren, sagte McDormand. Man könnte also darauf pochen, dass bei Filmprojekten mehr Frauen oder Minderheiten beschäftigt werden.

Mehr Crew-Arbeitsplätze mit Frauen besetzen

Die US-Professorin Stacy Smith von der University of Southern California, Expertin für Gleichberechtigung in Film und Fernsehen, hat das Prinzip dieser Klausel ebenfalls erläutert. Laut der "New York Times" vom Montag beruht die Idee darauf, dass die Besetzung des Arbeitsplatzes die Anteile in der Bevölkerung widerspiegeln sollte, also etwa 50 Prozent der Rollen und Crew-Arbeitsplätze mit Frauen zu besetzen seien.

Hochkarätige Stars könnten solche Bedingungen aushandeln und damit zu mehr Vielfalt im Filmbereich beitragen, sagte Smith der Zeitung.

Frances McDormand war als beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle in für "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" ausgezeichnet worden.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Frances McDormand gewinnt ihren zweiten Oscar

(csr)