Lauter schwere Stürze - in Echtzeit und in Zeitlupe

Lauter schwere Stürze - in Echtzeit und in Zeitlupe

Die Weltcup-Abfahrt der Skirennfahrer in Kitzbühel ist eine Legende für sich, die Sieger machen sich in Wintersportkreisen für immer einen Namen. Kaum eine Alpin-Strecke erfordert so viel Mut, fahrerisches Können und Kompromisslosigkeit. "Auf der Streif geht es ums blanke Überleben", behauptet Norwegens Olympiasieger Aksel Lund Svindal, einer der besten Athleten in den schnellen Disziplinen.

Stoff genug für einen Film: 115 Minuten lang werden die beeindruckendsten Fahrten und die schwersten Stürze der vergangenen Jahrzehnte gezeigt. Im Mittelpunkt aber steht der Höhepunkt der Hahnenkammrennen selber: die Abfahrt, die international ihresgleichen sucht.

Der Streif-Streifen raubt Nerven, weil er beinahe jeden schweren Sturz zeigt - in Echtzeit, in Zeitlupe, aus den verschiedensten Perspektiven. Fast der halbe Film dreht sich um schwerste Verletzungen, um die latente Gefahr, um die Sorgen. Der drohende Tod auf der Streif ist der makabre Hauptspannungsbogen des Films.

Regisseur Gerald Salminas Dokumentation lebt vor allem von der Dramatisierung des Wintersports, mitunter auch von der Übertreibung. Und von ausgeprägtem Product-Placement.

(dpa)