Drama "Groupies bleiben nicht zum Frühstück": Verliebt in einen Popstar

Drama "Groupies bleiben nicht zum Frühstück" : Verliebt in einen Popstar

(RP). Es funkt sofort, als sich Lila (Anna Fischer) und Chriz (Kostja Ullmann) im botanischen Garten von Berlin begegnen. Die angehende Abiturientin ist gerade von einem einjährigen Auslandsaufenthalt in den Staaten zurückgekehrt und weiß nicht, dass der süße Typ ein Popstar ist, der vor allem seine weiblichen Fans zum Kreischen bringt. Und der Leadsänger einer gerade angesagten Teenie-Rockband genießt es, dass es endlich ein Mädchen zu geben scheint, das ihn nicht nur toll findet, weil er berühmt ist.

(RP). Es funkt sofort, als sich Lila (Anna Fischer) und Chriz (Kostja Ullmann) im botanischen Garten von Berlin begegnen. Die angehende Abiturientin ist gerade von einem einjährigen Auslandsaufenthalt in den Staaten zurückgekehrt und weiß nicht, dass der süße Typ ein Popstar ist, der vor allem seine weiblichen Fans zum Kreischen bringt. Und der Leadsänger einer gerade angesagten Teenie-Rockband genießt es, dass es endlich ein Mädchen zu geben scheint, das ihn nicht nur toll findet, weil er berühmt ist.

Das erste Date findet bei einer Dampferfahrt auf der Spree statt, da ahnen die Frischverliebten noch nicht, dass sich aus ihrer Beziehung ein kleines Romantikdrama anbahnen wird. Denn schon bald heften sich hartnäckige Paparazzi an Lilas Fersen, und der ehrgeizige Bandmanager (Roman Knizka) winkt mit dem Vertrag, im dem drinsteht, dass Chriz zur besseren Vermarktung seines Images Single bleiben muss. Zugegeben, das mag nach Foto-Lovestory aus der Bravo klingen. Die erste große Liebe, der folgende Bruch samt Herzschmerz und Liebeskummer. Doch wie Regisseur Marc Rothemund, dessen Filmographie so unterschiedliche Werke wie die ungenießbare Klamotte "Harte Jungs" oder das preisgekrönte Drama "Sophie Scholl — Die letzten Tage" umfasst, mit den altbekannten Klischees jongliert und was er aus der im Prinzip vorhersehbaren Handlung macht, entpuppt sich als wunderbar charmante Romanze.

Da sieht man selbst großzügig darüber hinweg, dass uns das Drehbuch bisweilen so stereotype Charaktere wie einen gutmütigen Bodyguard, die neidischen blonden Biester in der Schulklasse oder ebenjenen aalglatten Musik-Manager auftischt. Oder auch darüber, dass die ganze Geschichte wie eine Teenager-Version der Romantikkomödie "Notting Hill" daherkommt, da der kleinbürgerliche Kosmos der einen Hauptfigur, dort die Glamourwelt der anderen samt Luxuslimousine und Blitzlichtgewitter. Dass der Film so gut funktioniert, liegt aber vor allem an den erfrischend unbekümmert wie ungekünstelt agierenden Hauptdarstellern. Die natürliche Anna Fischer als burschikose Kiez-Göre und der sympathische Kostja Ullmann als ganz normal gebliebener Rockstar, die Chemie zwischen den beiden stimmt ab dem ersten Blickkontakt im Blumenbeet.

Bewertung: 4 von 5 Sternen

(RP)