Romantikkomödie "Plan B für die Liebe": Romanze in anderen Umständen

Romantikkomödie "Plan B für die Liebe" : Romanze in anderen Umständen

(RP). Wenn Hollywood eine seiner sogenannten romantischen Komödien aus dem Hut zaubert, kann man sich das Handlungsgerüst an drei Fingern ausrechnen. Erst laufen sich die beiden Turteltäubchen über den Weg, dann gibt es die obligatorischen Kabbeleien, und zuletzt fällt man sich in die Arme.

(RP). Wenn Hollywood eine seiner sogenannten romantischen Komödien aus dem Hut zaubert, kann man sich das Handlungsgerüst an drei Fingern ausrechnen. Erst laufen sich die beiden Turteltäubchen über den Weg, dann gibt es die obligatorischen Kabbeleien, und zuletzt fällt man sich in die Arme.

Manchmal treibt die zufällige Zusammenführung eines Paares aber auch skurrile Blüten, und in "Plan B für die Liebe" sorgt zumindest schon mal die Ausgangssituation für einen breiten Schmunzler. Eben noch lag die von Torschlusspanik heimgesuchte Mittdreißigerin Zoe (Jennifer Lopez) auf dem Gynäkologenstuhl, um sich künstlich befruchten zu lassen. Kurz darauf fährt die Mutti in spe ihren Wagen an einen Baum, nachdem sie verzückt den stramm gebauten Farmer Stan (Alex O'Loughlin) mit freiem Oberkörper auf einem Traktor erblickt hat. Da ist es um sie geschehen.

Eigentlich könnte zwischen den beiden alles passen: Sie betreibt eine Tierhandlung und ist seit einer halben Ewigkeit auf der Suche nach ihrem Mr. Richtig, er züchtet Ziegen und ist einer zukünftigen Zweisamkeit auch nicht abgeneigt. Doch nach dem positiven Schwangerschaftstest weiß Zoe nicht so recht, wie sie ihm ihr kommendes Muttersein erklären soll.

Es ist schon rührend, wie hier sattsam bekannte Klischees aus der Schublade gezogen werden. Da gibt es das erste Rendezvous, das schief geht, die Selbsthilfegruppe für Schwangere, die sich als Haufen nervender Zicken entpuppt, die altersweise Großmutter, die Bindungstipps gibt, und natürlich die liebe Eifersucht, die in derlei Filmen immer gerne hervorkommt.

Man merkt dabei schnell, dass Regisseur Alan Poul und seine Drehbuchautorin Kate Angelo bislang vor allem im Gewerbe der Sitcoms tätig waren, wo ein guter Gag alles ist. In der klassischen Dramaturgie einer romantischen Komödie, bei der das Schmachten der Hauptfiguren im Mittelpunkt steht und die eingestreuten Scherze vor allem schmückendes Beiwerk sind, sind die beiden sichtlich nicht zuhause.

Ihre bisweilen kuriose Mixtur aus Balz-Burleske und Schwangerschaftsklamotte ist vor allem auf Situationskomik ausgerichtet. Und das nicht nur in den Szenen, in denen Zoes gehbehinderter Terrier, von Laufrädern gestützt, weniger für Mitleid, als vielmehr für Lacher sorgt. Derweil gelangt der Betrachter immer mehr zu der Erkenntnis, dass die hübsche Schnute von Jennifer Lopez und die stattlichen Muskeln von Alex O'Loughlin doch nicht so recht zusammenpassen wollen.

Bewertung: 2 von 5 Sternen

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(RP)
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